Düsseldorfer Tabelle: Grundlage zur Unterhaltsberechnung

Kurz & knapp

  1. Die Düsseldorfer Tabelle dient als Maßstab zur Unterhaltsberechnung.
  2. Vor allem für die Berechnung des Kindesunterhalts ist sie von großer Bedeutung.
  3. Die Unterhaltstabelle wird regelmäßig, meistens alle ein bis zwei Jahre, angepasst.
Die Düsseldorfer Tabelle wird zu Rate gezogen, wenn die Höhe des Unterhalts ermittelt werden soll. Ob Sie als Gesetzesgrundlage gilt, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Die Düsseldorfer Tabelle wird zu Rate gezogen, wenn die Höhe des Unterhalts ermittelt werden soll. Ob Sie als Gesetzesgrundlage gilt, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

In Deutschland besteht eine Unterhaltspflicht gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB). Diese besagt, dass u. a. Eltern gegenüber ihren Kindern unterhaltspflichtig sind und auch Kinder für ihre Eltern Unterhalt zahlen müssen, sofern diese bedürftig sind. Als Maßstab für die Berechnung des Unterhalts dient die Düsseldorfer Tabelle.

Kostenloser Kindesunterhaltsrechner

Mit dem folgenden Rechner können Sie eine erste Orientierung zu dem von Ihnen zu zahlenden Kindesunterhalt erhalten:

Was ist die Düsseldorfer Tabelle?

Eltern, die sich scheiden lassen oder grundsätzlich getrennt leben, müssen für den Lebensunterhalt ihrer Kinder sorgen. Der Elternteil, in dessen Haushalt das Kind lebt, leistet in der Regel Naturalunterhalt in Form von Unterkunft, Nahrung sowie Schulkosten und Kleidung. Der andere Elternteil ist dazu verpflichtet, Barunterhalt zu leisten.

Zur Standardisierung des Unterhalts gibt es die Düsseldorfer Tabelle. Diese dient als Richtlinie für die Unterhaltsberechnung und wird durch Leitlinien ergänzt. Grundsätzlich fließen verschiedene Faktoren in die Berechnung ein, sodass die Düsseldorfer Tabelle nur als Maßstab dient.

Die Düsseldorfer Unterhaltstabelle kann in vier Teile untergliedert werden:

Die Düsseldorfer Liste bzw. Tabelle dient der einheitlichen Berechnung von Unterhaltsansprüchen.

Die Düsseldorfer Liste bzw. Tabelle dient der einheitlichen Berechnung von Unterhaltsansprüchen.

  1. Kindesunterhalt
  2. Ehegattenunterhalt
  3. Mangelfallberechnung
  4. Verwandtenunterhalt

Neben dem Unterhaltsbedarf, der für Kinder besteht, sind dementsprechend auch Ehegatten einander unterhaltspflichtig.

Dies spielt besonders nach der Scheidung eine Rolle. Verdient ein Ehegatte deutlich weniger als der andere, ist der Mehrverdienende dem anderen gegenüber unterhaltspflichtig. Die etwaige Höhe kann ebenfalls anhand der Anhänge der Düsseldorfer Tabelle eingesehen werden.

Weiterhin sind Verwandte in gerader Linie einander unterhaltspflichtig. Das bedeutet, dass auch Kinder gegenüber ihren bedürftigen Eltern Unterhalt zahlen müssen. Auch der Verwandtenunterhalt wird daher in der Düsseldorfer Tabelle erläutert. Ein wichtiger Bestandteil zur Berechnung ist das Einkommen des Unterhaltspflichtigen.

Düsseldorfer Tabelle: Ein geschichtlicher Exkurs

Bereits seit 1962 existiert die Düsseldorfer Tabelle. Nachdem eine Mutter gegen die Ablehnung ihrer Forderung nach Aufstockung des Unterhalts Beschwerde eingereicht hatte, hat das Landgericht Düsseldorf die Tabelle zur Bestimmung der Unterhaltshöhe für Kinder und Ehegatten ins Leben gerufen.

Damals wurden die Unterhaltspflichtigen in neun Lebensstellungsgruppen bzw. Stände eingeteilt. Die niedrigste Gruppe umfasste dabei beispielsweise Arbeiter, Näherinnen oder Putzfrauen aus einfachen Verhältnissen mit einem Einkommen von bis zu 450 DM. Der höchste Stand bezog sich auf Minister und Berühmtheiten mit einem Einkommen von über 4000 DM.

1973 wurde von der Aufteilung nach Ständen abgelassen. Seitdem wird die Düsseldorfer Tabelle an deutschen Familiengerichten angewandt, um eine gerechte Berechnung durchzuführen. Etwa alle ein bis zwei Jahre wird die Düsseldorfer Tabelle an die aktuellen Verhältnisse angepasst.

Worin liegt der Unterschied zur Berliner Tabelle?

Die Düsseldorfer Tabelle bildet keine Rechtsgrundlage und dient nur als Richtlinie.

Die Düsseldorfer Tabelle bildet keine Rechtsgrundlage und dient nur als Richtlinie.

Bis zum 31.12.2007 existierte zur Düsseldorfer Tabelle noch die Berliner Tabelle.

Letztere umfasste bis dahin für die Einkommensgruppen der neuen Bundesländer (Ost-Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt).

Bis auf wenige Unterschiede in den Gehaltsstufen unterschieden sich die Tabellen allerdings kaum.

Mit der Abschaffung zum 01.01.2008 wurde der Mindestunterhalt für alle deutschen Bundesländer vereinheitlicht. Seitdem dient nur noch die Düsseldorfer Tabelle zur Unterhaltsberechnung.

Aktuelle Düsseldorfer Tabelle für den Kindesunterhalt ab dem 01.01.2018

Zuletzt wurde die Düsseldorfer Tabelle am 1. Januar 2017 aktualisiert. Die folgende Tabelle hat keine Gesetzeskraft und dient ausschließlich als Richtlinie. Sie wird zur Berechnung des Kindesunterhalts herangezogen, bei welcher weitere Faktoren zusätzlich berücksichtigt werden müssen.

Unterhaltsrelevantes Einkommen
Alters­stufen in Jahren / (€/Monat)

Prozent­satz
Bedarfs­kontroll­betrag

0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.900348399467527100880/1.080
2.1.901 - 2.3003664194915541051.300
3.2.301 - 2.7003834395145801101.400
4.2.701 - 3.1004014595386071151.500
5.3.101 - 3.5004184795616331201.600
6.3.501 - 3.9004465115986751281.700
7.3.901 - 4.3004745436367171361.800
8.4.301 - 4.7005025756737591441.900
9.4.701 - 5.1005296077108021522.000
10.5.101 - 5.5005576397488441602.100

Düsseldorfer Tabelle ab dem 01.01.2019

Unterhaltsrelevantes Einkommen
Alters­stufen in Jahren / (€/Monat)

Prozent­satz
Bedarfs­kontroll­betrag

0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.900354406476527100880/ 1.080
2.1.901 - 2.3003724275005541051.300
3.2.301 - 2.7003904475245801101.400
4.2.701 - 3.1004084675486071151.500
5.3.101 - 3.5004254885726331201.600
6.3.501 - 3.9004545206106751281.700
7.3.901 - 4.3004825536487171361.800
8.4.301 - 4.7005105856867591441.900
9.4.701 - 5.1005396187248021522.000
10.5.101 - 5.5005676507628441602.100
ab 5.501nach den Umständen des Falles

Düsseldorfer Tabelle 2017

 Unterhalts­relevantes NettoeinkommenAltersstufe in JahrenProzent­satzBedarfskontroll­betrag
0 - 56 - 1112 - 17ab 18
Unterhalt in Euro
1.bis 1.500 €342393460527100
2.1.501 - 1.900 €3604134835541051.180 €
3.1.901 - 2.300 €3774335065801101.280 €
4.2.301 - 2.700 €3944525296071151.380 €
5.2.701 - 3.100 €4114725526331201.480 €
6.3.101 - 3.500 €4385045896751281.580 €
7.3.501 - 3.900 €4665356267171361.680 €
8.3.901 - 4.300 €4935666637591441.780 €
9.4.301 - 4.700 €5205987008021521.880 €
10.4.701 - 5.100 €5486297368441601.980 €
ab 5.101 €nach den Umständen des Falles

Sie können den Kindesunterhalt anhand der Düsseldorfer Tabelle berechnen. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass verschiedene Faktoren in die Berechnung miteinbezogen werden. Wenn Sie beispielsweise 2.500 Euro netto verdienen, müssen Sie für Ihr einziges Kind, welches drei Jahre alt ist, nicht zwangsläufig 394 Euro zahlen.

Zuvor müssen noch der Selbstbehalt sowie der Kindergeldanteil abgerechnet werden. Welche Faktoren zu berücksichtigen sind und wie Sie anhand der Düsseldorfer Tabelle den Unterhalt für Ihr Kind berechnen können, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Zahlbeträge der aktuellen Düsseldorfer Tabelle (Stand: 01.01.2018)

Zusätzlich zur Düsseldorfer Tabelle ist im Anhang eine Tabelle zu den Zahlbeträgen zu finden. In dieser ist die Anrechnung des Kindergeldes bereits berücksichtigt. Der Vorteil ist dabei, dass der tatsächliche Unterhalt nicht berechnet werden muss, sofern der Elternteil, bei dem das Kind lebt, das Kindergeld bezieht. Die unterschiedlichen Höhen des Kindergeldes sind bereits mitberücksichtigt.

Unterhaltsrelevantes Einkommen
Altersstufen in Jahren
(§ 1612a Abs. 1 BGB) /
Beträge in Euro pro Monat

0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.900348399467527
1. und 2. Kind251302370333
3. Kind248299367327
ab dem 4. Kind235,50286,50354,50302
2.1.901 - 2.300366419491554
1. und 2. Kind269322394360
3. Kind266319391354
ab dem 4. Kind253,50306,50378,50329
3.2.301 - 2.700383439514580
1. und 2. Kind286342417386
3. Kind283339414380
ab dem 4. Kind270,50326,50 401,50 355
4.2.701 - 3.100401459538607
1. und 2. Kind304362441413
3. Kind301359438407
ab dem 4. Kind288.50346,50425,50382
5.3.101 - 3.500418479561633
1. und 2. Kind321382464439
3. Kind318379461433
ab dem 4. Kind305,50366,50448,50408
6.3.501 - 3.900446511598675
1. und 2. Kind349414501481
3. Kind346411498475
ab dem 4. Kind333,50398,50485,50450
7.3.901 - 4.300474543636717
1. und 2. Kind377446539523
3. Kind374443536517
ab dem 4. Kind361,50 430,50523,50492
8.4.301 - 4.700502575673759
1. und 2. Kind405478576565
3. Kind402475573559
ab dem 4. Kind389,50462,50560,50534
9.4.701 - 5.100529607710802
1. und 2. Kind432510613608
3. Kind429507610602
ab dem 4. Kind416,50494,50597,50577
10.5.101 - 5.500557639748844
1. und 2. Kind460542651650
3. Kind457539648644
ab dem 4. Kind444,50526,50635,50619

Zahlbeträge der Düsseldorfer Tabelle vom 1.1.2019 bis 30.6.2019

Unterhalts­rele­van­tes Ein­kom­men
Alters­stufen in Jahren
(§ 1612a Abs. 1 BGB) /
Beträge in Euro pro Monat

Pro­zent­satz
0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.900354406476527100
1. und 2. Kind257309379333
3. Kind254306376327
ab dem 4. Kind241,50393,50363,50302
2.1.901 - 2.300372427500554105
1. und 2. Kind275330403360
3. Kind272327400354
ab dem 4. Kind259,50314,50384,50329
3.2.301 - 2.700390447524580110
1. und 2. Kind293350427386
3. Kind290347424380
ab dem 4. Kind277,50334,50411,50355
4.2.701 - 3.100408467548607115
1. und 2. Kind311370451413
3. Kind308367448407
ab dem 4. Kind295,50354,50435,50382
5.3.101 - 3.500425488572633120
1. und 2. Kind328391475439
3. Kind325388472433
ab dem 4. Kind312,50375,50459,50408
6.3.501 - 3.900454520610675128
1. und 2. Kind357423513481
3. Kind354420510475
ab dem 4. Kind341,50407,50497,50450
7.3.901 - 4.300482553648717136
1. und 2. Kind385456551523
3. Kind382453548517
ab dem 4. Kind369,50440,50535,50492
8.4.301 - 4.700510585686759144
1. und 2. Kind413488589565
3. Kind410485586559
ab dem 4. Kind397,50472,50573,50534
9.4.701 - 5.100539618724802152
1. und 2. Kind442521627608
3. Kind439518624602
ab dem 4. Kind426,50505,50811,50577
10.5.101 - 5.500567650762844160
1. und 2. Kind470553665650
3. Kind467550662644
ab dem 4. Kind454,50537,50649,50619

Zahlbeträge der Düsseldorfer Tabelle ab 1.07.2019

Unterhaltsrelevantes Einkommen
Altersstufen in Jahren
(§ 1612a Abs. 1 BGB) /
Beträge in Euro pro Monat

Prozent­satz
0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.900354406476527100
1. und 2. Kind252304374323
3. Kind249 301 371 317
ab dem 4. Kind236,50 288,50 358,50 292
2.1.901 - 2.300372427500554105
1. und 2. Kind270325 398 350
3. Kind267 322 395 344
ab dem 4. Kind254,50 309,50 382,50 319
3.2.301 - 2.700390447524580110
1. und 2. Kind288 345 422 376
3. Kind285 342 419 370
ab dem 4. Kind272,50 329,50 406,50 345
4.2.701 - 3.100408467548607115
1. und 2. Kind306 365 446 403
3. Kind303 362 443 397
ab dem 4. Kind290,50 349,50 430,50 372
5.3.101 - 3.500425488572633120
1. und 2. Kind323 386 470 429
3. Kind320 383 467 423
ab dem 4. Kind307,50 370,50 454,50 398
6.3.501 - 3.900454520610675128
1. und 2. Kind352 418 508 471
3. Kind349 415 505 465
ab dem 4. Kind336,50 402,50 492,50 440
7.3.901 - 4.300482553648717136
1. und 2. Kind380 451 546 513
3. Kind377 448 543 507
ab dem 4. Kind364,50 435,50 530,50 482
8.4.301 - 4.700510585686759144
1. und 2. Kind408 483 584 555
3. Kind405 480 581 549
ab dem 4. Kind392,50 467,50 568,50 524
9.4.701 - 5.100539618724802152
1. und 2. Kind437 516 622 598
3. Kind434 513 619 592
ab dem 4. Kind421,50 500,50 606,50 567
10.5.101 - 5.500567650762 844160
1. und 2. Kind465 548 660 640
3. Kind462 545 657 634
ab dem 4. Kind449,50 532,50 644,50 609

Zahlbeträge 2017

 Unterhaltsrelevantes NettoeinkommenAltersstufe in JahrenProzentsatzBedarfskontrollbetrag in Euro
Unterhalt in Jahren
0 - 56 - 1112 - 17ab 18
1.bis 1500342393460527100880 / 1080
1. und 2. Kind246297364335
3. Kind243294361329
ab dem 4. Kind230,50281,50348,50304
2.1501 - 19003604134835541051180
1. und 2. Kind264317387362
3. Kind261314384356
ab dem 4. Kind248,50301,50371,50331
3.1901 - 23003774335065801101280
1. und 2. Kind281337410388
3. Kind278334407382
ab dem 4. Kind282,50340,50417,50384
4.2301 - 27003944525296071151380
1. und 2. Kind298356422415
3. Kind295353430409
ab dem 4. Kind282,50340,50417,50384
5.2701 - 31004114725526331201480
1. und 2. Kind315376456441
3. Kind312373453435
ab dem 4. Kind299,50360,50440,50410
6.3101 - 35004385045896751281580
1. und 2. Kind342408493483
3. Kind339405490477
ab dem 4. Kind326,50392,50477,50452
7.3501 - 39004665356267171361680
1. und 2. Kind370439530525
3. Kind367436527519
ab dem 4. Kind354,50423,50514,50494
8.3901 - 43004935666637591441780
1. und 2. Kind397470567567
3. Kind394467564561
ab dem 4. Kind381,50454,50551,50536
9.4301 - 47005205987008021521880
1. und 2. Kind424502604610
3. Kind421499601604
ab dem 4. Kind408,50486,50588,50579
10.4701 - 51005486297368441601980
1. und 2. Kind452533640652
3. Kind449530637646
ab dem 4. Kind436,50517,50624,50621

Gruppierung anhand des Alters der Kinder

Wie viel Unterhalt laut Düsseldorfer Tabelle einem Kind zusteht, wird anhand des Alters bestimmt. Dazu sind vier Altersstufen vorgesehen, die wie folgt lauten:

  1. Minderjährige Kinder zwischen 0 und 5 Jahren
  2. Minderjährige Kinder zwischen 6 und 11 Jahren
  3. Minderjährige Kinder zwischen 12 und 17 Jahren
  4. Volljährige Kinder ab 18 Jahren
Diese Unterteilung in der Düsseldorfer Tabelle basiert auf § 1612a BGB, in dem der Prozentsatz des jeweiligen Mindestunterhalts für die Unterhaltsberechnung eine wichtige Rolle spielt. “Der Mindestunterhalt richtet sich nach dem steuerfrei zu stellenden sächlichen Existenzminimum des minderjährigen Kindes.” (§ 1612a BGB)

So liegt der Prozentsatz für den ersten Lebensabschnitt bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres bei 87 Prozent, in der zweiten Altersstufe bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr bei 100 Prozent und bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres bei 117 Prozent. Die höhere Altersstufe gilt bereits ab dem Monat, in welchem das Kind das Lebensjahr vollendet.

Sonderfall: Volljährige Kinder in der Ausbildung oder im Studium

Höhe der Alimente: Die Düsseldorfer Tabelle bietet einen ersten Anhaltspunkt.

Höhe der Alimente: Die Düsseldorfer Tabelle bietet einen ersten Anhaltspunkt.

Volljährige Kinder im Studium, die nicht mehr bei einem Elternteil wohnen, haben einen höheren Mindestbedarf als volljährige privilegierte Kinder.

Der Mindestbedarf beträgt gemäß Düsseldorfer Tabelle monatlich 735 Euro. Für die Warmmiete wurden in diesem Betrag bereits 300 Euro berücksichtigt. Der gleiche Bedarfssatz gilt auch für ein anderes Kind mit einem eigenen Haushalt.

Befindet sich das Kind noch in der Ausbildung, so muss der Mindestbehalt um die Ausbildungsvergütung abzüglich 90 Euro für Arbeitsaufwendungen gekürzt werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass in der Düsseldorfer Tabelle Beträge für die Kranken- und Pflegeversicherung sowie für Studiengebühren nicht berücksichtigt sind.

Wie hoch ist der Mindestunterhalt?

Der Mindestunterhalt für minderjährige Kinder richtet sich nach der Mindestunterhaltsverordnung in § 1612I BGB. Diese ist die Grundlage der Düsseldorfer Tabelle. Dementsprechend beträgt der Mindestunterhalt:

  • 354 Euro für Kinder in der ersten Altersstufe
  • 406 Euro für Kinder in der zweiten Altersstufe
  • 476 Euro für Kinder in der dritten Altersstufe

Diese aktuellen Beträge gelten seit dem 01.01.2017. Sie sind die Grundlage der ersten Tabellenzeile der Düsseldorfer Tabelle. Alle weiteren Beträge errechnen sich aus dem Mindestunterhalt plus des jeweiligen Prozentsatzes der Einkommensgruppe.

Auch privilegierten volljährigen Kinder steht ein gewisser Mindestunterhalt zu. Privilegiert sind volljährige Kinder, wenn sie sich noch in der allgemeinen Schulausbildung befinden und bei einem Elternteil wohnen. Der Mindestunterhalt laut Düsseldorfer Tabelle beträgt in diesem Fall monatlich 527 Euro.

Berechnung: Welche Punkte werden in der Düsseldorfer Tabelle berücksichtigt?

Grundsätzlich ist der Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnt, barunterhaltspflichtig. Wie hoch die monatliche Zahlung ist, errechnet sich anhand der Düsseldorfer Tabelle. Allerdings sind für die Berechnung noch andere Faktoren ausschlaggebend. In den folgenden Abschnitten erläutern wir Ihnen, welche Punkte berücksichtigt werden müssen, damit der Kindesunterhalt ordnungsgemäß berechnet werden kann.

Anrechnung vom Kindergeld bei minderjährigen und volljährigen Kindern

Düsseldorfer Tabelle: Beim Kindesunterhalt für Minderjährige wird das Kindergeld hälftig angerechnet.

Düsseldorfer Tabelle: Beim Kindesunterhalt für Minderjährige wird das Kindergeld hälftig angerechnet.

Damit anhand der Düsseldorfer Tabelle der Mindestunterhalt für das unterhaltsberechtigte Kind berechnet werden kann, ist auch das Kindergeld bei der Berechnung zu berücksichtigen.

In der Düsseldorfer Tabelle findet das Kindergeld direkt keine Berücksichtigung, allerdings in den Anhängen. Gemäß § 1612b Abs. 1 BGB dient es der Deckung des Barbedarfs.

Grundsätzlich muss das Kindergeld bei minderjährigen Kindern, die nur bei einem Elternteil wohnen, zur Hälfte angerechnet werden.

Das liegt daran, dass jedem Elternteil jeweils die Hälfte des Kindergeldes für den Lebensunterhalt des Kindes zusteht. So können Sie als Unterhaltspflichtiger die Hälfte des Kindergeldes vom Unterhaltsbedarf abziehen. Daraus ergibt sich dann der Zahlbetrag.

Nach derzeitigem Stand (01.01.2019) beträgt das Kindergeld pro Monat:

  • 194 € für das erste und zweite Kind
  • 200 € für das dritte Kind
  • 225 € für das vierte und jedes weitere Kind


Beispiel: Wenn der Mindestbedarf des minderjährigen Kindes laut Düsseldorfer Tabelle 567 Euro beträgt, kann davon noch die Hälfte des Kindergeldes abgezogen werden. Das Kindergeld für ein Kind beträgt derzeit 194 Euro. Dementsprechend mindert sich der Unterhaltsbedarf um 97 Euro, sodass der Kindesunterhalt 470 Euro beträgt.

Bei privilegierten volljährigen Kindern sieht das etwas anders aus. Hier wird die volle Höhe des Kindergeldes in die Berechnung des Unterhalts miteinbezogen. Hierbei sollte zudem berücksichtigt werden, dass beide Eltern ab der Volljährigkeit des Kindes unterhaltspflichtig sind.

Beispiel: Der Mindestbedarf für das volljährige privilegierte Kind beträgt gemäß Düsseldorfer Tabelle 527 Euro. Abzüglich des Kindergeldes von 194 Euro liegt der Kindesunterhalt für die barunterhaltspflichtigen Elternteile bei 333 Euro, sofern die Eltern der niedrigsten Unterhaltsklasse zugeordnet sind.

Berechnung des unterhaltsrelevanten Nettoeinkommens

Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich bei der Berechnung des unterhaltsrelevanten Nettoeinkommens für die Düsseldorfer Tabelle. Dieses stimmt in der Regel nicht mit dem Nettoeinkommen auf der Gehaltsabrechnung des Unterhaltspflichtigen überein.

Grundsätzlich können die Zahlungspflichtigen nämlich berufsbedingte Aufwendungen vom Nettoeinkommen abziehen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Kosten für die Berufskleidung oder Pendlerkosten mit Bahn oder Auto.

Hierfür kann eine Pauschale von 5 Prozent des Nettoeinkommens abgezogen werden. Diese liegt bei mindestens 50 und höchstens 150 Euro bei einer Vollzeitbeschäftigung. Berufsbedingte Aufwendungen, die über diesen Kosten liegen, müssen durch entsprechende Rechnungen nachgewiesen werden.

Auch berücksichtigungsfähige Schulden dürfen vom Nettoeinkommen abgezogen werden. Nachdem dies geschehen ist, ergibt sich daraus das unterhaltsrelevante Nettoeinkommen, welches zur Berechnung des Unterhaltsanspruchs gemäß der Düsseldorfer Tabelle herangezogen werden kann.

Selbstbehalt: So viel Geld steht dem Unterhaltspflichtigen zur Verfügung

Düsseldorfer Tabelle: Beim Kindesunterhalt spielt der Selbstbehalt eine Rolle.

Düsseldorfer Tabelle: Beim Kindesunterhalt spielt der Selbstbehalt eine Rolle.

Nachdem Sie das unterhaltsrelevante Nettoeinkommen für die Düsseldorfer Tabelle berechnet haben und der Unterhaltsbedarf des Kindes ermittelt wurde, muss nun der Selbstbehalt davon abgezogen werden. Denn neben der Bedürftigkeit eines Unterhalsberechtigten spielt auch die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen eine große Rolle. Kann er nicht zahlen, liegt ein Mangelfall vor.

Um zu bestimmen, ob der Unterhaltspflichtige in der Lage ist, Unterhaltszahlungen zu leisten, muss der Selbstbehalt vom unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen abgezogen werden. So soll sichergestellt werden, dass der Unterhaltspflichtige seinen eigenen Lebensunterhalt sicherstellen kann.

Der Selbstbehalt beträgt gegenüber minderjährigen und privilegierten volljährigen Kindern

  • 880 Euro pro Monat bei nicht Erwerbstätigen und
  • 1.080 Euro pro Monat bei Erwerbstätigen.

Darin sind 380 Euro für die Unterkunft inklusive Nebenkosten und Heizung enthalten. Der Selbstbedarf kann allerdings auch erhöht werden, wenn die Warmmiete den Betrag überschreitet und nicht unangemessen erscheint.

Gegenüber anderen volljährigen Kindern, die nicht mehr bei einem Elternteil wohnen und sich im Studium oder in der Ausbildung befinden, beträgt der angemessene Selbstbehalt 1.300 Euro. In diesem ist eine Warmmiete von 480 Euro enthalten.

Kann der Unterhaltspflichtige mit seinem Einkommen gerade so seinen Selbstbedarf decken, liegt ein Mangelfall vor und eine Mangelfallberechnung muss durchgeführt werden, damit wenigstens ein Teil des Unterhalts an den Unterhaltsbedürftigen gezahlt werden kann. Wie dies funktioniert, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Mangelfallberechnung: Wenn zwei Kinder oder mehr unterhaltsberechtigt sind

Es ist nicht immer der Fall, dass nur ein Kind unterhaltsberechtigt ist. Haben Sie mehr als ein minderjähriges oder privilegiertes volljähriges Kind, sind auch diese gemäß Düsseldorfer Tabelle unterhaltsberechtigt. Aber wie berechnet sich der Mindestbedarf für mehrere Kinder?

Denn in diesem Fall kann es durchaus vorkommen, dass das Einkommen des Unterhaltspflichtigen unter Einbeziehung des Selbstbehalts nicht mehr ausreicht, um alle Unterhaltsansprüche im vollen Umfang zu bedienen. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Mangelfall.

In der Düsseldorfer Tabelle kommt es nicht auf die Rangordnung der Unterhaltsberechtigten an. Reicht das Einkommen des Unterhaltspflichtigen also nicht für die Abdeckung der Unterhaltsansprüche aus, findet eine Herabstufung in eine niedrigere Tabellengruppe statt.

Düsseldorfer Tabelle: Der Selbstbedarf muss gedeckt sein, damit ein Unterhaltsanspruch bestehen kann.

Düsseldorfer Tabelle: Der Selbstbedarf muss gedeckt sein, damit ein Unterhaltsanspruch bestehen kann.

Ist es in diesem Fall dem Unterhaltspflichtigen nicht möglich, seinen Ansprüchen gerecht zu werden, bekommen nur die Kinder der ersten Rangfolge (minderjährige und privilegierte volljährige Kinder) so viel ausgezahlt, wie über dem notwendigen Selbstbehalt gezahlt werden kann.

Ein Ex-Ehegatte, der ebenfalls unterhaltsberechtigt wäre, bekommt in diesem Fall nur den Rest oder gar nichts. Dabei handelt es sich um einen einfachen Mangelfall.

Kann der Unterhaltspflichtige den Unterhaltsansprüchen gemäß Düsseldorfer Tabelle gar nicht nachkommen, liegt ein absoluter Mangelfall vor und eine Mangelfallberechnung muss durchgeführt werden.

Es wird übrigens genauestens überprüft, ob der Unterhaltspflichtige in der Lage wäre, mehr Einkommen durch Nebentätigkeiten oder eine Vollzeitstelle zu erzielen. Ist dies der Fall, kann ein fiktives Einkommen zur Berechnung des Unterhalts gemäß Düsseldorfer Tabelle herangezogen werden, sodass dem Unterhaltsberechtigte wenigstens die Summe gezahlt werden kann, die über dem Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen liegt.

Was ist der Bedarfskontrollbetrag?

In der niedrigsten Tabellengruppe der Düsseldorfer Tabelle ist der Bedarfskontrollbetrag identisch mit dem Selbstbehalt. Dies ist bei den höheren Tabellengruppen nicht mehr der Fall. Der Bedarfskontrollbetrag ist daher klar vom Selbstbehalt abzugrenzen.

Der Bedarfskontrollbetrag soll sicherstellen, dass der Unterhaltspflichtige finanziell nicht schlechtergestellt ist als die Unterhaltsberechtigten. Denn der Bedarfskontrollbetrag soll für eine ausgewogene finanzielle Verteilung sorgen.

Liegt das Einkommen des Unterhaltspflichtigen nur knapp über dem Selbstbehalt und somit unter dem Bedarfskontrollbetrag, kann der Kindesunterhalt nach der niedrigeren Tabellengruppe der Düsseldorfer Tabelle berechnet werden. So kann der Bedarfskontrollbetrag gesichert werden und die Unterhaltszahlungen verringern sich.

Beispiel zur Unterhaltsberechnung

Kindesunterhalt: Anhand der Tabelle kann er berechnet werden.

Kindesunterhalt: Anhand der Tabelle kann er berechnet werden.

Die Eheleute Müller trennen sich. Frau Müller kümmert sich um die beiden Kinder, die fünf und 13 Jahre alt sind. Dementsprechend ist Herr Müller beiden Kindern gegenüber barunterhaltspflichtig. Sein unterhaltsrelevantes Nettoeinkommen beträgt abzüglich der berufsbedingten Aufwendungen und Schulden 2.000 Euro.

Dementsprechend wäre er der dritten Tabellengruppe der Düsseldorfer Tabelle zuzuordnen. Der Unterhaltsbedarf beträgt für das fünfjährige Kind unter Berücksichtigung des hälftigen Kindergeldabzugs 330 Euro. Der Unterhaltsbedarf für das zweite Kind beträgt laut Düsseldorfer Tabelle 427 Euro.

Herrn Müller steht allerdings noch ein Selbstbehalt von 1.080 Euro zu, um seinen eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren. Sein Einkommen liegt unter dieser Berücksichtigung und abzüglich des Kindesunterhalts von insgesamt 757 Euro noch über dem Selbstbehalt und über dem Bedarfskontrollbetrag, sodass die Unterhaltszahlungen wie berechnet getätigt werden können.

Düsseldorfer Tabelle: Wie bemisst sich der Ehegattenunterhalt?

Wenn sich zwei Eheleute scheiden lassen, stellt sich in der Regel auch die Frage, ob einer der Ehegatten Unterhaltszahlungen gemäß Düsseldorfer Tabelle erhält. Der Ehegattenunterhalt besteht zum einen aus dem Trennungsunterhalt, welcher innerhalb des Trennungsjahres an einen bedürftigen Ehegatten ausgezahlt wird. Er dient der Aufrechterhaltung der ehelichen Lebensverhältnisse.

Zum anderen ist der nacheheliche Unterhalt Bestandteil des Ehegattenunterhalts. Grundsätzlich müssen beide Eheleute selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Ist einer der beiden Ehegatten dazu allerdings nicht in der Lage, ist es möglich, dass der leistungsfähige Ehegatte einen nachehelichen Unterhalt zahlen muss.

Wie hoch dieser gemäß Düsseldorfer Tabelle ist, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Ehegatten ohne unterhaltsberechtigte Kinder

Sofern beide Ehegatten keine unterhaltsberechtigten Kinder nach §§ 1361, 1569, 1578, 1581 BGB haben, kann ein bedürftiger Ehegatte gegenüber einem erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen einen Anspruch auf Ehegattenunterhalt haben.

Falls der bedürftige Ehegatte selbst kein Einkommen hat, sieht die Düsseldorfer Tabelle vor, dass dem Unterhaltsberechtigten 3/7 des anrechenbaren Erwerbseinkommens des Unterhaltspflichtigen als Ehegattenunterhalt zustehen.

Sollte der Unterhaltspflichtige sonstige Einkünfte beispielsweise durch Mieteinnahmen etc. beziehen, steht dem bedürftigen Ehegatten davon die Hälfte zu. Dies ist nach oben begrenzt und wird gemessen an den ehelichen Verhältnissen.

Hat der unterhaltsberechtigte Ehegatte ebenfalls Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit, stehen diesem in der Regel 3/7 der Differenz zwischen den anrechenbaren Erwerbseinkommen der beiden Ehegatten zu. Begrenzt ist dies laut Düsseldorfer Tabelle durch den vollen ehelichen Bedarf. Sonstige Einkünfte können ebenfalls hälftig geteilt werden.

Ehegatten mit unterhaltsberechtigten Kindern

Im Anhang der Düsseldorfer Tabelle sind Anhaltspunkte zur Berechnung vom Ehegattenunterhalt enthalten.

Im Anhang der Düsseldorfer Tabelle sind Anhaltspunkte zur Berechnung vom Ehegattenunterhalt enthalten.

Grundsätzlich hat der Kindesunterhalt für minderjährige sowie volljährige privilegierte Kinder Vorrang vor dem Ehegattenunterhalt.

Nur wenn das unterhaltsrelevante Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen abzüglich Kindesunterhalt noch über dem Selbstbehalt liegt, kann Ehegattenunterhalt gezahlt werden. Ein Anspruch dessen ist allerdings vom Unterhaltstatbestand abhängig.

Auch in diesem Fall stehen dem bedürftigen Unterhaltsberechtigten gemäß der Düsseldorfer Tabelle 3/7 des verbliebenen Nettoeinkommens zu. Dies ist in der Regel der Fall, wenn der Bedürftige nicht erwerbstätig ist. Bezieht der Unterhaltsberechtigte ein eigenes Einkommen, berechnet sich der Unterhalt aus 3/7 der Differenz zwischen den beiden Einkommen.

Die unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Familiensenate in Süddeutschland (SüdL), also die Oberlandesgerichte Bamberg, Karlsruhe, München, Nürnberg, Stuttgart und Zweibrücken, regeln den Ehegattenunterhalt etwas anders. Hier werden nicht 3/7 sondern 45 % des Erwerbseinkommens für die Unterhaltsberechnung berücksichtigt.

Selbstbedarf beim Ehegattenunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle

Wie bei der Berechnung des Kindesunterhalts nach der Düsseldorfer Tabelle darf der Unterhaltspflichtige ein gewisser Selbstbehalt geltend machen, der die Sicherung seines Lebensbedarfs decken kann.

Der Selbstbehalt liegt sowohl bei erwerbstätigen als auch bei nicht erwerbstätigen Ehegatten bei 1.200 Euro monatlich. In dieser Summe sind bereits 430 Euro für die Unterkunft inklusive Neben- und Heizkosten enthalten.

Es ist also durchaus möglich, dass der Unterhaltsberechtigte nicht den vollen Ehegattenunterhalt erhält, sondern nur einen Teil oder sogar gar nichts. Dies ist vor allem der Fall, wenn das bereinigte Nettoeinkommen nur knapp über dem Selbstbehalt oder darunter liegt.

Sind unterhaltsberechtigte Kinder vorhanden, die bereits Zahlungen vom Unterhaltspflichtigen erhalten und die Pflichten dadurch ausschöpfen, kann dies ebenfalls der Grund dafür sein, dass ein bedürftiger Ehegatte keinen Unterhalt gemäß Düsseldorfer Tabelle erhält.

Unterhaltsberechnung nach Düsseldorfer Tabelle: Kontaktieren Sie einen Rechtsanwalt

Ein Anwalt kann gemäß Düsseldorfer Tabelle eine ordnungsgemäße Unterhaltsberechnung durchführen.

Ein Anwalt kann gemäß Düsseldorfer Tabelle eine ordnungsgemäße Unterhaltsberechnung durchführen.

Leben Sie getrennt von Ihrem Ehegatten und ziehen das gemeinsame Kind groß, haben Sie in der Regel einen Anspruch auf Barunterhalt für das Kind und gegebenenfalls auf Ehegattenunterhalt für Sie selbst. In diesem Fall kann die Düsseldorfer Tabelle einige Anhaltspunkte und Richtlinien zur Berechnung des Unterhaltsanspruchs geben.

Sie können sich so auch einvernehmlich auf monatliche Unterhaltszahlungen einigen. Oftmals kommt es allerdings vor, dass der Ex-Partner sich weigert, die Unterhaltszahlungen zu überweisen. In diesem Fall kann es hilfreich sein, einen Rechtsanwalt für Familienrecht zu kontaktieren.

Dieser kann die Einkommensnachweise des anderen Ehegatten einfordern und unter Berücksichtigung der Düsseldorfer Tabelle eine Berechnung des Unterhaltsanspruchs durchführen. Zudem setzt er ein Schreiben mit Angabe der genauen monatlichen Summen auf, die der Unterhaltspflichtige zu zahlen hat. Kommt er dem nicht nach, kann ihm eine Lohnpfändung drohen, sofern ein Unterhaltstitel erwirkt worden ist.

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8 thoughts on “Düsseldorfer Tabelle: Grundlage zur Unterhaltsberechnung

  1. Ann

    Vielen Dank für Ihre ausführliche Info auf der Website.
    Zu folgendem Thema habe ich leider keine eindeutige Info gefunden:
    Findet eine Herabstufung der Düsseldorfer Tabelle statt, wenn neben Kindesunterhalt (1. Rang) auch Elternunterhalt (6. Rang) geleistet werden muss?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Ann,

      der Elternunterhalt ist in der Regel nachrangig zu betrachten. Ein Herab- oder Hochstufung ist in der Regel nur bei Kindesunterhalt für mehrere Berechtigte oder gleichzeitigem Ehegattenunterhalt angedacht. Wenden Sie sich für eine genaue Klärung in Ihrem Fall bitte an einen Anwalt.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  2. Grit

    Hallo, ich habe eine Frage zur Anwendung der Düsseldorfer Tabelle bei der Berechnung des Elternunterhaltes für pflegebedürftige Eltern. Dem unterhaltspflichtigen Kind und seinem Ehepartner steht ein Familienselbstbehalt zu. Auch für die Kinder des unterhaltspflichtigen Kindes gibt es Freibeträge, die aus der Düsseldorfer Tabelle entnommen werden können. Welches Einkommen wird dafür zugrunde gelegt, das Einkommen beider Ehepartner oder nur das Einkommen des unterhaltspflichtigen Kindes? Es wird ja so getan, als ob die Eltern getrennt wären.
    Viele Grüße und Danke für die Antwort

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Grit,

      mithilfe der Düsseldorfer Tabelle wird der Kindesunterhalt ermittelt, nicht der Elternunterhalt. Bei diesem ist hingegen in der Regel ein Selbstbehalt in Höhe von 1.800 Euro anzusetzen. Darüber hinausgehende Beträge können als Elternunterhalt ggf. eingefordert werden.

      Wenden Sie sich für eine genaue Berechnung bitte an einen Anwalt.

      Ihr familienrecht.net-Team

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  3. Amadeus

    die Tabellen für 2018 Zahlbeträge sind mit der Bedarfstabelle identisch. Abzug Kindergeld fehlt!!!!
    Diese Seite ist daher nicht zu trauen; wer weiß, was noch alles falsch ist 😉

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    1. familienrecht.net

      Hallo Amadeus,

      die Zahlbeträge finden sich in der Tabelle jeweils unter den gefetteten Zeilen, in denen die Grundbeträge aus der Düsseldorfer Tabelle stehen.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  4. Sabine

    Hallo, nirgendwo ist eine Tabelle/Berechnung zu finden die aufzeigt, in welcher Höhe leibliche Eltern bei der Vollzeitunterbringung eines Kindes in einer Pflegefamilie zuzahlen müssen. Bin Alleinverdienerin, mein Mann hat überhaupt kein Einkommen und wir haben noch eine 14-jährige Schülerin und eine 18-jährige Tochter in Ausbildung. Der 17-jährige ist auf eigenen Wunsch in einer Pflegefamilie (seit Aug. ´18) – die Berechnungen stehen insgesamt noch aus. Die Pflegemutter hat nur wegen ihm einen Antrag auf Zulassung als Pflegemutter/-familie gestellt. Gibt es irgendwo eine Tabelle die man im voraus zur Berechnung des möglichen Eigenanteils – gegenüber dem Jugendamt – nutzen kann

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    1. familienrecht.net

      Hallo Sabine,

      die Unterhaltsansprüche des Kindes können sich ggf. auch bei Aufenthalt in einem Heim oder bei einer Pflegefamilie nach den allgemeinen Richtlinien richten. Wenden Sie sich zur Prüfung etwaiger Ansprüche ggf. an einen Anwalt.

      Ihr familienrecht.net-Team

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