Ehegattenunterhalt: Anspruch, Berechnung, Dauer

Kurz und knapp

  1. Ehegattenunterhalt setzt sich aus Familienunterhalt, Trennungsunterhalt und nachehelichem Unterhalt zusammen. Die einzelnen Zahlungsformen fallen in unterschiedliche Phasen und müssen getrennt voneinander betrachtet werden.
  2. Nur wenn einer der beiden Partner geringere Einkünfte hat als der andere, besteht laut Gesetz Anspruch auf Ehegattenunterhalt. Sowohl der Ehemann als auch die Ehefrau können theoretisch unterhaltsberechtigt sein.
  3. Ehegattenunterhalt muss im Laufe der Trennung und nach der Ehe gezahlt werden, wenn die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Während der Ehe beteiligen sich beide Ehegatten am Familienunterhalt.
  4. Steuerlich absetzbar ist Ehegattenunterhalt, wenn dieser als Sonderausgabe oder außergewöhnliche Belastung geltend gemacht wird.
Welche Form von Ehegattenunterhalt gezahlt werden muss, hängt von der jeweiligen Phase ab, in der sich die Ehe befindet.

Welche Form von Ehegattenunterhalt gezahlt werden muss, hängt von der jeweiligen Phase ab, in der sich die Ehe befindet.

Im Bereich des Ehegattenunterhalts sind einige Abgrenzungen vorzunehmen. Je nachdem ob sich das Ehepaar noch in der Ehezeit befindet, bereits in der Trennungsphase ist, kommen verschiedene Zahlungspflichten in Frage. Ferner ist entscheidend, ob die Ehe weiterhin Rechtsgültigkeit besitzt, oder die Scheidung bereits durchlaufen wurde und die nacheheliche Phase vorliegt.

Unterhaltsrechner

Mit dem folgenden Rechner können Sie den Ehegattenunterhalt berechnen (nur Orientierungswert!):

Was ist Ehegattenunterhalt?

Grundsätzlich ist zwischen drei verschiedenen Formen des Ehegattenunterhalts zu unterscheiden, die zeitlich in verschiedene Ehephasen fallen, welche sich nicht überschneiden. Die folgende Liste gibt einen allgemeinen Überblick:

  • Familienunterhalt: Gemeint ist hiermit der Ehegattenunterhalt während der Ehe. Innerhalb der Ehe besteht aufgrund der ehelichen Solidargemeinschaft eine gegenseitige Unterhaltspflicht.
  • Trennungsunterhalt: Hierbei handelt es sich um den Ehegattenunterhalt, der bei Trennung zu zahlen ist.
  • Nachehelicher Unterhalt: Ehegattenunterhalt nach der Scheidung? Auch nach der Auflösung einer Ehe kann der Anspruch auf Zahlungen geltend gemacht werden.

Die aufgelisteten Formen des Ehegattenunterhalts sind zwangsläufig getrennt voneinander zu betrachten, da sie in keinem Abhängigkeitsverhältnis zueinander stehen. Wer über die Kriterien der jeweiligen Unterhaltsform Bescheid weiß, kann seine individuelle Situation leichter einordnen. Deshalb informieren wir Sie in unserem Ratgeber ausführlich zu Anspruch, Berechnung und Dauer der verschiedenen Formen von Unterhalt, die während und nach der Ehe in Frage kommen.

Ehegattenunterhalt: Voraussetzungen sowie verschiedene Formen der Unterhaltszahlung

Während der Ehezeit, in der Trennungsperiode sowie nach der Scheidung muss unter Umständen Unterhalt an den Ehegatten gezahlt werden. Es gibt hierbei mehrere Veraussetzungen, nicht nur die Einkommensdifferenz. Am wichtigsten sind Bedürftigkeit und Leistungsfähigkeit.

Ehegattenunterhalt: Wenn die Frau der Kinderbetreuung nachkommt, ist der Ehemann ihr gegenüber zahlungspflichtig.

Ehegattenunterhalt: Wenn die Frau der Kinderbetreuung nachkommt, ist der Ehemann ihr gegenüber zahlungspflichtig.

Es kann sowohl der Fall sein, dass der Ehemann der Ehefrau Unterhalt schuldig ist als auch in der entgegengesetzten Konstellation.

Beim Unterhalt kann der Ehegatte, dem die Zahlungspflicht auferlegt wird, also sowohl Mann als auch Frau sein. Entscheidend ist allein das Einkommen.

In Deutschland ist es erfahrungsgemäß jedoch häufiger der Fall, dass Ehemänner ihren Frauen Unterhalt schuldig bleiben, weil der Einkommensunterschied zu Ungunsten der Ehefrau ausfällt. Hintergrund ist oft, dass die Ehefrau wegen der Kinderbetreuung für einen längeren Zeitraum nicht Vollzeit arbeiten gehen kann.

Familienunterhalt: Angemessener Einsatz des Einkommens im Sinne der Familie

Nach § 1360 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) sind Ehegatten während der Ehezeit gegenseitig verpflichtet, für ihren angemessenen Lebensbedarf Sorge zu tragen. Gemeint ist hiermit, dass die jeweiligen Einkünfte zum Wohle der Familie einzusetzen sind. Ferner ist auch der Lebensunterhalt der gemeinsamen Kinder zu gewährleisten.

Anspruchsberechtigt sind die Kinder gegenüber ihren Eltern. Ein Elternteil zahlt nur dann direkt Kindesunterhalt, wenn die Eltern getrennt sind und die Kinder beim anderen Elternteil leben. Dies ist also erst nach der Trennung möglich.

Zu den Unterhaltsleistungen zählt auch die Haushaltsführung während der Ehe. Ist also einem der beiden Ehegatten die Haushaltsführung auferlegt, so muss dieser nicht zwangsläufig zusätzlich einer Beschäftigung nachgehen. Seiner Unterhaltsverpflichtung kommt derjenige in diesem Fall durch die Führung des Haushalts nach.

Auch die Betreuung von Kindern gilt neben der Haushaltsführung als gleichwertig gegenüber der Erwerbstätigkeit des anderen Ehegatten. Gesetzlich festgehalten sind die Regeln zur Haushaltsführung in § 1360 des BGB:

Die Ehegatten sind einander verpflichtet, durch ihre Arbeit und mit ihrem Vermögen die Familie angemessen zu unterhalten. Ist einem Ehegatten die Haushaltsführung überlassen, so erfüllt er seine Verpflichtung, durch Arbeit zum Unterhalt der Familie beizutragen, in der Regel durch die Führung des Haushalts.

Trennungsunterhalt: Wer ist anspruchsberechtigt und welche Voraussetzungen gelten?

Im Falle einer Trennung wird der bisher geltende Familienunterhalt durch den sogenannten Trennungsunterhalt abgelöst.

Unter Umständen besteht Anspruch auf Ehegattenunterhalt auch während der Trennungsphase.

Unter Umständen besteht Anspruch auf Ehegattenunterhalt auch während der Trennungsphase.

Letzterer kann ab dem Beginn des Trennungsjahres geltend gemacht werden und gilt bis zum Zeitpunkt der Rechtskraft der Scheidung. Als getrennt lebend gelten Ehegatten dann, wenn die eheliche Lebensgemeinschaft nicht mehr besteht.

Wovon in der Regel auszugehen ist, sobald die häusliche Hausgemeinschaft aufgelöst wurde und keiner der Betroffenen erkennbares Interesse an einer Wiederherstellung zeigt.

Führen die Eheleute keinen gemeinsamen Haushalt und bestehen zwischen Ihnen auch keine persönlichen Beziehungen mehr, so ist ein Getrenntleben prinzipiell auch innerhalb der gemeinsamen Ehewohnung möglich.

Notwendige Voraussetzung für den Anspruch auf Ehegattenunterhalt während der Trennungszeit ist die Bedürftigkeit eines der beiden Ehegatten. Dies ist im Allgemeinen dann nicht der Fall, wenn der Ehegatte seinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln sichern kann. Beim Trennungsunterhalt geht es maßgeblich darum, dass gewohnte finanzielle Verhältnisse beibehalten werden, die während der Ehezeit gegeben waren.

Da die Solidargemeinschaft der Ehe bis zur Rechtskraft der Scheidung auch während der Trennung gilt, sind an den bedürftigen Ehepartner nur geringe Anforderungen hinsichtlich der Erwerbspflicht zu stellen. Erwerbsobliegenheit besteht im Trennungsjahr regelmäßig nicht, sondern frühestens im zweiten Jahr nach der Trennung.

Wenn das unterhaltsrelevante Einkommen einer der beiden Partner den Selbstbehalt nicht übersteigt, kann dieser als nicht leistungsfähig eingestuft werden. Die Höhe des zu entrichtenden Betrages richtet sich im Einzelfall nach den ehelichen Lebensverhältnissen, die durch die jeweiligen Einkünfte bedingt werden. Entscheidend sind dabei nicht die Einkommensverhältnisse zum Zeitpunkt der Trennung, sondern die aktuellen monatlichen Bezüge.

Ein Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht unabhängig von der Zugewinngemeinschaft. Gemeint ist der gesetzliche Güterstand. Es muss demnach auch dann Ehegattenunterhalt gezahlt werden, wenn notariell beurkundet wurde, dass die Ehegatten eine Gütertrennung vor der Eheschließung vereinbart haben.

Dennoch kommt es unter Umständen vor, dass kein Anspruch auf Unterhalt während der Trennung besteht, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Die folgende Liste gibt einen Überblick:

  • Die Ehegatten sind kinderlos und haben hinsichtlich der Einkommensverhältnisse in etwa die gleichen monatlichen Einkünfte.
  • Das Ehepaar hat nur wenige Wochen gemeinsam gelebt, weshalb sich das Einkommen des jeweils anderen Partners nicht prägend auf den eigenen Lebensstandard ausgewirkt hat.
  • Das Trennungsjahr wurde bereits durchlaufen und der unterhaltsberechtigte Ehegatte kann einer Erwerbstätigkeit nachgehen.
  • Verwirkung nach § 1371 Abs. 3 BGB und § 1579 BGB, weil sich der Unterhaltsberechtigte eines Verbrechens oder schweren Vergehens schuldig gemacht hat.

Wann nachehelicher Ehegattenunterhalt anfällt

Ehegattenunterhalt muss bei gegebenem Anlass auch nach der Scheidung gezahlt werden.

Ehegattenunterhalt muss bei gegebenem Anlass auch nach der Scheidung gezahlt werden.

Nach Ablauf des Trennungsjahres kann der Scheidungsantrag frühestens eingereicht werden, damit beginnt die Scheidung. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht im genannten Fall weiterhin Unterhaltspflicht. Gemeint ist in diesem Fall der sogenannte nacheheliche Ehegattenunterhalt.

Gesetzlich festgelegt sind bestimmte Bedingungen, die für den Anspruch von Unterhaltszahlungen nach der Ehezeit erfüllt sein müssen. Hierzu zählt u. a., dass der Unterhaltsberechtigte nachweisen muss, nicht im Stande zu sein, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.. Denn nur wer für seinen Lebensunterhalt nicht selbst sorgen kann, hat auch nach der Ehe noch Unterhaltsanspruch.

Außerdem ist genau definiert, für welche Sachverhalte überhaupt Anspruch auf nachehelichen Ehegattenunterhalt besteht. Nachfolgend sind diese aufgelistet:

  • Betreuung der gemeinsamen Kinder
  • Altersunterhalt
  • Unterhalt wegen Erwerbsunfähigkeit aufgrund von Krankheit
  • Ehegattenunterhalt aufgrund eines Gebrechens
  • Erwerbslosigkeit
  • Notwendigkeit einer Aufstockung
  • andere Billigkeitsgründe
Wichtig: Nur weil Sie während der Trennungszeit unterhaltsberechtigt waren, ist der Anspruch nicht automatisch auf die Zeit nach der Ehe übertragbar. Im Gegenteil wird erneut geprüft, ob nachehelicher Ehegattenunterhalt beansprucht werden kann. Sämtliche in diesem Ratgeber thematisierten Formen von Unterhaltsleistungen sind immer unabhängig voneinander zu betrachten und müssen auch getrennt voneinander beantragt werden.

Ehegattenunterhalt: Wie lange muss gezahlt werden?

Familienunterhalt muss während der gesamten Ehezeit gezahlt werden. Es handelt sich jedoch nicht um konkrete Zahlungen von einer Person an die andere, sondern Beiträge zum Familienleben. Der Anspruch hinsichtlich dieser Form von Ehegattenunterhalt endet mit Beginn des Trennungsjahres. Während der Trennungszeit tritt dann der Trennungsunterhalt an dessen Stelle. Hintergrund ist, dass mit Eintritt in das Trennungsjahr und entsprechender Auflösung der Familiensituation, der Unterhaltspflicht im Rahmen des Familienunterhalts nicht mehr nachgekommen werden kann. Bis zur Rechtskraft der Scheidung hat der unterhaltsberechtigte Ehepartner Anspruch auf Trennungsunterhalt.

Düsseldorfer Tabelle: Ehegattenunterhalt berechnen

Die Anmerkungen zur Düsseldorfer Tabelle sind eine Orientierungshilfe bei der Berechnung vom Ehegattenunterhalt.

Die Anmerkungen zur Düsseldorfer Tabelle sind eine Orientierungshilfe bei der Berechnung vom Ehegattenunterhalt.

Grundsätzlich gelten die Anmerkungen in der Düsseldorfer Tabelle (DT) sowie weitere Leitlinien zur Berechnung vom Ehegattenunterhalt lediglich als Empfehlung. Das heißt, ihnen wird zwar ein gewisser Leitliniencharakter beigemessen, aber das letzte Wort haben immer die zuständigen Familiengerichte.

Daher kann es vorkommen, dass von den Werten der Tabelle mitunter stark abgewichen wird, wenn es der Einzelfall verlangt.

Das nachfolgende Beispiel soll illustrieren, wie eine Berechnung vom Ehegattenunterhalt in der Praxis umgesetzt werden kann.

Fallbeispiel: Ulrike und Herbert Lepper leben getrennt. Herr Lepper verfügt über ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von 3.200 Euro. Seine Frau Ulrike hingegen bezieht jeden Monat nur 1.600 Euro als Nettoeinkunft. Aus rechtlicher Sicht hat die von ihrem zukfünftigen Ex-Mann Herbert getrennt lebende Ulrike demnach Anspruch auf Ehegattenunterhalt.

Für die Berechnung muss in der Praxis zunächst das bereinigte Nettoeinkommen ermittelt werden. Dieses unterscheidet sich nochmal vom eigentlichen Nettoeinkommen, von dem bereits sämtliche Abzüge für Krankenversicherung, Lohnsteuer, Rentenversicherung usf. abgezogen wurden.

Die erneute Bereinigung, welche für die Berechnung vom Ehegattenunterhalt vorgenommen wird, bezieht sich vor allem auf regelmäßige Verbindlichkeiten und Arbeitsaufwendungen, sogenannte Fixkosten, die berücksichtigt werden sollen. Je nach Einzelfall können von den Nettoeinkünften zusätzliche Beträge in unterschiedlicher Höhe runtergerechnet werden, um das monatlich tatsächlich zur Verfügung stehende Geld zu ermitteln.

Die Ehegattenunterhalt-Berechnung basiert auf dem bereinigten Nettoeinkommen beider Parteien.

Die Ehegattenunterhalt-Berechnung basiert auf dem bereinigten Nettoeinkommen beider Parteien.

Zurück zum Fallbeispiel. Angenommen Herr Lepper muss für berufsbedingte Aufwendungen in Höhe von 150 Euro aufkommen und hat keine weiteren anrechenbaren Kosten. Demzufolge reduziert sich sein Nettoeinkommen durch die Bereinigung von 3.200 auf 3.050 Euro. Zusätzlich wird für berufsbedingte Aufwendungen in der Regel eine Pauschale von 5% abgezogen.

Bei Herberts zukünftiger Ex-Frau fallen berufsbedingte Aufwendungen in Höhe von 80 Euro an. Sie hat ferner keinen Aufwand für weitere anrechenbare Kosten. Dementsprechend bleibt Ulrike ein bereinigtes Nettoeinkommen in Höhe von 1.520 Euro, welches zur Berechnung vom Ehegattenunterhalt dient.

Bei der abschließenden Berechnung spielen noch zwei weitere Faktoren eine entscheidende Rolle: der Erwerbstätigenbonus sowie der Selbstbehalt. Abhängig ist Ersterer vom zuständigen Ober­lan­des­gerichts-Bezirk.

Für die Ober­landes­gerichte (OLG) Bamberg, Karls­ruhe, München, Nürn­berg, Stutt­gart und Zwei­brücken gilt die Quote von 1/10 nach den Süd­deut­schen Leit­linien. Für alle anderen OLG gilt die Quote von 1/7 gemäß Empfeh­lung der Düssel­dorfer Tabelle.

Was bedeutet das für die Berechnung vom Ehegattenunterhalt im Fallbeispiel? Aufrgund des Bonus für Erwerbstätige hat Herbert an Ulrike 3/7 der Differenz der Einkommen aus Erwerbstätigkeit zu zahlen. Dadurch sieht die Berechnung wie folgt aus: 3/7 × (3.050 − 1.520) = 656 Euro. Den errechneten Betrag kann sich Herr Lepper auch unter Berücksichtigung vom Selbstbehalt beim Ehegattenunterhalt (hier: 1.200 Euro) leisten. Somit ist Ulrike anspruchsberechtigt.

Sie wollen eine Berechnung anhand Ihrer eigenen Daten vornehmen? Nutzen Sie hierfür einfach unseren Ehegattenunterhalt-Rechner. Dieser nutzt das oben genannte am weitesten verbreitete 3/7-Verfahren (=Differenzmethode). Für die Berechnung von Kindes- oder Trennungsunterhalt klicken Sie einfach auf die Buttons im unteren Bereich.

Hier Kindesunterhalt berechnen Hier Trennungsunterhalt berechnen

Kann der Ehegattenunterhalt von der Steuer abgesetzt werden?

Wer nach einer Scheidung gegenüber seinem Ex-Partner gesetzlich zu Unterhaltszahlungen verpflichtet ist, fragt sich häufig, inwieweit die zu zahlenden Beträge steuerlich abgesetzt werden können.

Wer Ehegattenunterhalt in Form von nachehelichen Beitragszahlungen leistet, dem stehen im Hinblick auf steuerliche Begünstigungen prinzipiell zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Die getätigten Zahlungen als Sonderausgabe von der Steuer absetzen (das sogenannte “Realsplitting“)
  2. Den Ehegattenunterhalt als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung geltend machen

Beim Realsplitting ist die unterhaltspflichtige Partei auf die Zustimmung der unterhaltsberechtigten Partei angewiesen, um Ehegattenunterhalt steuerlich absetzen zu können.

Ehegattenunterhalt von den Steuern absetzen? Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, ist dies möglich.

Ehegattenunterhalt von den Steuern absetzen? Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, ist dies möglich.

Wer unterhaltsberechtigt ist, müsste im genannten Fall den erhaltenen Unterhalt im Rahmen der Steuererklärung als sonstige Einkünfte versteuern.

Wenn hingegen die zweite Möglichkeit der außergewöhnlichen Belastungen gewählt wird, bedarf es in der Regel keiner Zustimmung. In jedem Fall muss entschieden werden, welche der beiden Möglichkeiten gelten soll, da sich Betroffene auf eine Variante festlegen müssen.

Es kann jedoch vorkommen, dass die Person, der nachehelicher Ehegattenunterhalt gezahlt wird, keine Auskünfte zum eigenen Einkommen gibt. In diesem Fall würde der Abzug von der Steuer verhindert werden.

Im Scheidungsverfahren wird oft um jeden Euro gekämpft, da viel Geld auf dem Spiel steht und beide Parteien auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Daher ist es nicht unbedeutend zu wissen, dass Sie ähnlich dem Ehegattenunterhalt auch Kindesunterhalt versteuern können, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Unterhalt, der für gemeinsame Kinder gemäß der Düsseldorfer Tabelle zu entrichten ist, kann grundsätzlich nur dann steuerlich abgesetzt werden, wenn kein Kindergeldanspruch mehr besteht. Wenn es sich um ein volljähriges Kind handelt, das bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat, ist dies in aller Regel der Fall. Besteht jedoch noch ein Anspruch auf Kindergeldzahlungen, ist der Nachwuchs durch diese und den Kinderfreibetrag bereits steuerlich berücksichtigt.
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One thought on “Ehegattenunterhalt: Anspruch, Berechnung, Dauer

  1. Barbara

    Mir wurden 880€ 2006 nach 14 Jahren Ehe zugesprochen. Ich habe auf 500 gesenkt. Ich habe 2014 nachdem mein Mann die Zahlung einstellte vor Gericht gezogen allerdings als unmündige . Vertreten von der gesetzl.Betreuerin und ihrem haus u hof Anwalt. Mir wurden 6000 € nachgezahlt(eingezogen vom Betreuer,) und obwohl unbefristet berentet…. 1200€ ÖD wurde der Unterhalt komplett eingestellt… Das ist doch nicht rechtens…

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