Ehename: Welche Möglichkeiten haben Sie bei einer Heirat?

Kurz und knapp

  1. Bei der Anmeldung zur Eheschließung und auch nach der Hochzeit können Sie einen Ehenamen auswählen.
  2. Es ist möglich, einen gemeinsamen Ehenamen zu bestimmen, den eigenen Familiennamen zu behalten oder einen Doppelnamen zu wählen.
  3. Nach einer Scheidung kann ein gemeinsamer Ehename auch weitergeführt werden.
Ehename: Welche Möglichkeiten Sie bei der Eheschließung haben, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Ehename: Welche Möglichkeiten Sie bei der Eheschließung haben, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Ehegatten sollen gemäß Namensrecht in der Ehe einen gemeinsamen Ehenamen bestimmen. Die Pflicht hierzu besteht nicht. Der Ehename beider Ehegatten kann nur bei der Eheschließung oder danach bestimmt werden und bildet den Familiennamen künftiger gemeinsamer Kinder.

Das sagt das Bürgerliche Gesetzbuch zum Ehenamen

BGB und § 1355 regelt alles zur Namensführung in der Ehe. Laut dem Namensrecht im BGB sieht das Gesetz vor, dass der Ehename bei der Eheschließung bestimmt wird. Sollte eine Erklärung erst später erfolgen, muss diese öffentlich beglaubigt werden.

Bereits bei der Anmeldung zur Eheschließung auf dem Standesamt werden Sie und Ihr zukünftiger Ehegatte gefragt, welcher Ehename für Sie in Betracht kommt. Bei der Trauung werden Sie erneut gefragt, ob es bei Ihrer Entscheidung bleibt. Mit der Unterschrift beim Standesamt ist Ihr Ehename dann offiziell gültig.

Namenswahl bei Eheschließung: Was ist möglich?

Ein Doppelname kann bei der Eheschließung nur von einer Person getragen werden.

Ein Doppelname kann bei der Eheschließung nur von einer Person getragen werden.

Sie haben in der Ehe laut Namensrecht die Möglichkeit, einen gemeinsamen Ehenamen zu bestimmen. Dieser ergibt sich aus den Nachnamen, die Sie vor der Eheschließung führen. Heißt ein Ehegatte beispielsweise Müller und der andere Schmidt, kann einer von beiden Namen als gemeinsamer Ehename ausgewählt werden.

Ein gemeinsamer Ehename führt auch dazu, dass künftige Kinder diesen als Familiennamen bei der Geburt bekommen. Sollten Sie sich für keinen gemeinsamen Ehenamen entscheiden, muss der Geburtsname der Kinder bei der Geburt des ersten Kindes bestimmt werden. Diese Namenswahl ist dann auch für alle weiteren Kinder verbindlich.

Ehename: Kann ein Doppelname ausgewählt werden?

Wenn ein gemeinsamer Ehename bestimmt werden soll und Sie zudem nicht auf Ihren eigenen Nachnamen verzichten wollen, ist es möglich, dass ein Ehegatte einen Doppelnamen nach der Ehe führt.

Dieser ergibt sich aus dem Namen, welchen er vor der Eheschließung geführt hat und dem gemeinsamen Ehenamen. Doppelnamen bei einer Eheschließung können nur von einem Ehegatten geführt werden und zwar von dem, dessen Nachname nicht der gemeinsame Ehename ist. Kinder aus gemeinsamer Ehe bekommen den Ehenamen als Geburtsnamen.

Beispiel: Britta Meyer heiratet Klaus Schmidt. Als gemeinsamer Ehename wird Schmidt ausgewählt. Britta möchte allerdings Ihren Namen Meyer zudem behalten. Sie kann nun Britta Meyer-Schmidt oder Britta Schmidt-Meyer heißen. Klaus heißt weiterhin Schmidt mit Nachnamen. Die in der Ehe geborenen Kinder erhalten den gemeinsamen Ehenamen als Familiennamen: Schmidt.

Wenn kein gemeinsamer Ehename bestimmt wird

Die Namensführung in der Ehe sollte bereits vor der Heirat besprochen werden.

Die Namensführung in der Ehe sollte bereits vor der Heirat besprochen werden.

Es muss gemäß Namensrecht kein gemeinsamer Ehename bestimmt werden. Entscheiden sich die beiden Ehegatten dazu, keinen gemeinsamen Ehenamen zu bestimmen, führen sie den Namen, welcher zum Zeitpunkt der Eheschließung bestand, weiterhin fort.

Nach der Eheschließung kann ein gemeinsamer Ehename allerdings jederzeit durch eine öffentlich beglaubigte Erklärung doch noch gewählt werden.

Übrigens: Für gemeinsame Kinder muss einer der beiden Namen ausgewählt werden. Hierbei gilt die Auswahl für alle künftigen Kinder des Paares. So soll sichergestellt werden, dass die Kinder sich als echte Familienmitglieder fühlen.

Kann der Ehename geändert werden?

Nach einer Scheidung oder dem Tod eines Ehegatten können Sie den Ehenamen ändern lassen. Durch eine Erklärung gegenüber dem Standesamt kann sowohl der Geburtsname als auch der Name, welcher vor dem Zeitpunkt der Eheschließung geführt wurde, wieder angenommen werden.

Es ist auch möglich, dass der Geburtsname oder der Name, welcher vor der Eheschließung geführt wurde, an den Ehenamen angefügt oder vorangestellt wird. Daraus folgt ein Doppelname. Sollte der Ehename allerdings wieder geändert werden, denken Sie auch daran, dass Sie den Namen auf dem Personalausweis, Reisepass sowie Bankkarten etc. anpassen lassen.

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