Erbschein: Wann ist der Nachweis für Erben notwendig?

Erbschein: Das sollten Sie wissen!

Erbschein beantragen Kosten beim Erbschein

Kurz und knapp

  1. Der Erbschein dient als Nachweis über das Erbrecht einer oder mehrerer Personen.
  2. Sie können diesen beim zuständigen Nachlassgericht oder einem Notar beantragen.
  3. Die Kosten richten sich nach dem Gesamtwert des Nachlasses und werden anhand des Gerichts- und Notarkostengesetzes berechnet.
Wann braucht man einen Erbschein? In diesem Ratgeber erfahren Sie es.

Wann braucht man einen Erbschein? In diesem Ratgeber erfahren Sie es.

Der Tod von einem Angehörigen stellt emotional eine große Belastung dar. Weshalb es innerhalb der Familie nicht selten aufgrund einer möglichen Erbschaft zu Streitigkeiten kommt. Liegen weder Testament noch Erbvertrag vor, ist meist ein Erbschein zwingend erforderlich, der Auskunft über das Erbrecht gibt.

Erbscheinkostenrechner (unverbindliche Einschätzung)

Was ist ein Erbschein?

Beim Erbschein handelt es sich um ein amtliches Zeugnis, welches Auskunft über das Erbrecht gibt. Die Vorgaben dazu sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in den §§ 2353 bis 2370 geregelt.

Erbrecht: Der Erbschein dient als Nachweis für die Erben.

Erbrecht: Der Erbschein dient als Nachweis für die Erben.

Eine solche öffentliche Urkunde benennt dabei den Erben oder die Mitglieder der Erbengemein­schaft sowie den jeweiligen Erbanteil am gesamten Nachlass. Entgegen der verbreiteten Meinung enthält der Erbschein allerdings keine Angaben darüber, was eine bestimmte Person erbt.

Der Nachweis ist vor allem notwendig, wenn kein notarielles Testament vorliegt. Ein Erbschein wird in einem solchen Fall insbesondere von Banken, Versicherungen und Ämtern gefordert, um über das Erbe verfügen zu können.

Diesen erhalten Sie allerdings nicht automatisch, sondern Sie müssen für den Erbschein einen Antrag ausfüllen. Beantragen können Sie die Urkunde entweder beim zuständigen Nachlassgericht oder über einen Notar. Die Ausstellung ist dabei grundsätzlich mit Kosten verbunden.

Beim Erbschein sind keine Fristen zu beachten. Da ein Erbschein nicht immer notwendig ist, können Sie den Nachweis Ihres Erbrechts auch noch zu einem späteren Zeitpunkt beantragen.

Wer braucht bzw. bekommt einen Erbschein?

Der Erbschein dient als Nachweis des Erbrechts. Der Anspruch auf eine solche Urkunde ist unter § 2353 BGB geregelt:

Das Nachlassgericht hat dem Erben auf Antrag ein Zeugnis über sein Erbrecht und, wenn er nur zu einem Teil der Erbschaft berufen ist, über die Größe des Erbteils zu erteilen (Erbschein).

Wann benötigt man überhaupt einen Erbschein?

Wann benötigt man überhaupt einen Erbschein?

Das bedeutet, dass grundsätzlich alle Personen antrags­berechtigt sind, die als endgültige Erben gelten. Bei einer Erbengemeinschaft ist zudem jeder Miterbe für sich alleine und auch für alle anderen Miterben dazu befugt, einen entsprechenden Antrag in die Wege zu leiten.

Wurde ein Testamentsvollstrecker bestellt, kann auch dieser einen Erbschein erhalten. Allerdings muss dafür ein endgültig vollstreckbarer Vollstreckungstitel vorliegen.

Im Gegensatz dazu können weder Pflichtteilsberechtigte noch die Begünstigten aus einem testamentarischen Vermächt­nisses einen Erbschein beantragen, denn bei ihnen handelt es sich juristisch nicht um Erben. Sie können allerdings ihre Ansprüche gegenüber den Erben geltend machen.

Ein unrichtiger Erbschein kann gemäß BGB eingezogen werden. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn zu einem späteren Zeitpunkt ein aktuelleres Testament gefunden wird, welches die Erbfolge in anderer Weise bestimmt.

Wann brauche ich einen Erbschein?

Grundsätzlich existiert im deutschen Recht kein Paragraph, nach dem das Erbrecht durch einen Erbschein nachgewiesen werden muss. Allerdings bestehen viele Unternehmen und Institutionen auf die Vorlage der Urkunde unter Berufung auf ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen, wenn kein Testament oder Erbvertrag vorliegt.

Erbschein: Ohne ein notarielles Testament benötigen Sie in der Regel einen Nachweis über Ihr Erbrecht.

Erbschein: Ohne ein notarielles Testament benötigen Sie in der Regel einen Nachweis über Ihr Erbrecht.

So ist es keine Seltenheit, dass eine Bank verlangt, dass der Erbschein vorliegt, bevor sie irgendwelche Zahlungen veranlasst. Allerdings kann auf den Erbschein vonseiten der Bank auch verzichtet werden, wenn es sich zum Beispiel um geringe Beträge handelt. In einem solchen Fall kommt es auf das Entgegenkommen des jeweiligen Finanzdienstleisters an.

Notwendig ist ein Erbschein, wenn eine Immobilie Teil der Erbmasse ist und Sie eine Umschreibung des Eigentümers vornehmen lassen wollen. Denn eine Grundbuchberichtigung ist nur mit einem entsprechenden Nachweis möglich.

In der Regel ist zum Beispiel kein Erbschein notwendig, wenn:

  • ein notarielles Testament oder ein Erbvertrag vorliegen,
  • der Erblasser seinen Erben entsprechende Vollmachten ausstellt,
  • Verträge bestehen, die eine Begünstigung auf den Tod enthalten.

Brauche ich einen Erbschein, wenn ein Testament vorliegt?

Liegt ein notarielles Testament vor, reichen in der Regel eine beglaubigte Kopie sowie das gerichtliche Eröffnungsprotokoll aus. In einem solchen Fall ist ein Erbschein, um das Grundbuch zu berichtigen, unnötig. Existiert allerdings nur ein privates, handschriftliches Testament, ist ein Erbschein erforderlich.

Unterscheidung: Welche Arten des Erbscheins existieren?

Juristen unterscheiden beim Erbschein verschiedene Arten. Zu den wichtigsten zählen dabei vor allem:

  • Alleinerbschein
  • Teilerbschein
  • Gemeinschaftlicher Erbschein
  • Gegenständlich beschränkter Erbschein

Der Alleinerbschein gilt als Beleg für das Erbrecht einer einzelnen Person. Diese wurde entweder durch ein Testament als Allein- bzw. Universalerbe eingesetzt oder gilt gemäß der gesetzlichen Erbfolge als alleiniger Erbe des Erblassers.

Gemeinschaftlicher Erbschein: Bei mehreren Erben gibt dieser die Miterben und den Erbanteil an.

Gemeinschaftlicher Erbschein: Bei mehreren Erben gibt dieser die Miterben und den Erbanteil an.

Haben mehrere Menschen Anspruch auf das Erbe, bilden diese eine Erbengemeinschaft. Jeder einzelne Erbe aus diesem Personenkreis kann einen Teilerbschein beantragen, um sein eigenes Erbrecht nachzuweisen. Dabei enthält das Dokument nur Informationen über den Anspruch am Nachlass des Antragstellers, Auskunft über die Miterben gibt dieses nicht.

Zudem ist ein gemeinsamer Erbschein bei einer Erbengemeinschaft möglich. Dieser führt sämtliche Erben und die entsprechenden Erbteile auf. Grundsätzlich kann jedes Mitglied der Erbengemeinschaft einen solchen Erbschein beantragen, allerdings müssen dafür die Erben feststehen und ihre Erbschaft angenommen haben.

Ein gegenständlich beschränkter Erbschein ist sinnvoll, wenn Nachlassgegenstände existieren, die sich außerhalb der deutschen Grenzen befinden. Denn diese Urkunde bezieht sich nur auf die Gegenstände, die sich in Deutschland befinden und kann somit dazu beitragen, die Kosten für den Erbschein zu reduzieren. Darüber hinaus gibt das Dokument Auskunft darüber, nach welchem staatlichen Erbrecht der Erbe den Erbteil übernimmt.

Wo bekomme ich einen Erbschein?

Wer stellt den Erbschein aus? Das zuständige Nachlassgericht.

Wer stellt den Erbschein aus? Das zuständige Nachlassgericht.

Sie können kein notarielles Testament vorlegen und benötigen einen Erbschein? In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder stellen Sie den Antrag für einen Erbschein bei einem Notar oder in der Nachlassabteilung beim zuständigen Amts­gericht. Dieses ergibt sich aus dem letzten Wohnsitz des Verstorbenen.

Geht Ihr Anspruch am Nachlass nicht aus einem Testament hervor, sind Sie dazu verpflichtet, Dokumente vorzulegen, aus denen ersichtlich wird, dass Sie gemäß der gesetzlichen Erbfolge erbberechtigt sind.

Ehepartner müssen in einem solchen Fall die Heiratsurkunde einzureichen, bei Kindern wird die Vorlage der Geburtsurkunde verlangt. Es ist generell sinnvoll, das Familienstammbuch des Verstorbenen zum Termin mitzubringen, sollte ein solches vorhanden sein. Denn daraus lassen sich ggf. weitere Erbberechtigte ableiten.

Sind Personen, die eigentlich beim Nachlass bedacht werden müssten, bereits verstorben, sollten auch deren Sterbeurkunden vorgelegt werden.

Wichtig! Wenn Sie ein Testament gänzlich oder auch nur eine aktuellere Version davon absichtlich verschweigen, machen Sie sich damit strafbar. Ist es nicht möglich, die Angaben durch öffentliche Urkunden zu belegen, verlangt das Nachlassgericht in der Regel eine eidesstattliche Versicherung für den Erbschein.

Wird in Nachhinein festgestellt, dass vorsätzlich falsche Aussagen trotz der Versicherung an Eides Statt getätigt wurden, kann dies eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe nach sich ziehen. Darüber hinaus kann auch der Tatbestand des Betruges zu Lasten der tatsächlichen Erben bestehen. In diesen Fall kann eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren drohen.

Erbschein: Welche Kosten entstehen?

Ist ein Erbschein notwendig? Falls nicht, können Sie die Kosten sparen.

Ist ein Erbschein notwendig? Falls nicht, können Sie die Kosten sparen.

Müssen Sie sich gegenüber dem Grundbuchamt als rechtmäßiger Erbe ausweisen, ist dies in der Regel nur mit einem Erbschein möglich. Allerdings ist die Beantragung mit Kosten verbunden, die von den antragstellenden Erben zu tragen sind.

Die Kosten für den Erbschein richten sich dabei nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und werden anhand des Nachlasswertes berechnet. Dieser Wert ergibt sich, wenn die Schulden mit dem Guthaben verrechnet werden.

Das GNotKG sieht für das Verfahren zum Antrag auf Erteilung eines Erbscheins eine 1,0 Gebühr nach Nr. 12210 aus dem Kostenverzeichnis (KV) vor. Die nachfolgende Tabelle zeigt exemplarisch, welche Gebühr für verschiedene Nachlasswerte anfällt:

Nachlasswert in Euro1,0 Gebühr Nr. 12210 KV GNotKG
500,0015,00
5.000,0045,00
50.000,00165,00
500.000,00935,00
1.000.000,001.735,00

Häufig kommt zur Gebühr für das Verfahren auch noch eine weitere für die Abnahme der eidesstattlichen Versicherung hinzu. Diese einfache Gebühr ergibt sich aus Nr. 23300 KV GNotKG, sodass sich die Kosten in der Tabelle verdoppeln. Bei einem Nachlasswert von 5.000,00 würden die Gebühren somit 90,00 Euro betragen.

Stellen Sie den Antrag für den Erbschein direkt beim Gericht, entfällt die gesetzliche Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent. Beauftragen Sie allerdings einen Notar, muss dieser die Steuer berechnen.

Was steht im Erbschein?

Bei einer Erbengemeinschaft enthält der Erbschein unter anderem die Anteile am Nachlass.

Bei einer Erbengemeinschaft enthält der Erbschein unter anderem die Anteile am Nachlass.

Abhängig von der Art sowie der Anzahl der Erben kann der Erbschein in Länge und Inhalt variieren, wobei der Aufbau in der Regel dem gleichen Muster folgt.

So enthält ein Erbschein vom Nachlassgericht unter anderem folgende Informationen:

  • zuständiges Amtsgericht mit entsprechendem Siegel
  • Geschäftszeichen
  • Angaben zum Erblasser (vollständiger Name, letzter Wohnort, Geburtsdatum sowie Todestag)
  • Angaben zu den Erben (vollständiger Name, Anschrift, Geburtsdatum)
  • erbrechtliche Beziehung zwischen Erblasser und Erben
  • Umfang des Erbteils (Erbquote)
  • ggf. Beschränkungen des Erbrechts (zum Beispiel die Anordnung eines Testamentsvollstreckers)

Hingegen werden Sie Informationen zu den Pflichtteilen, zu Vermächtnissen, zum Nießbrauch sowie zu den Wünschen und Auflagen des Erblassers gegenüber den Erben in einem Erbschein vergeblich suchen.

Wie sieht ein Erbschein als Muster aus?

Zuvor wurde die Frage „Was steht in einem Erbschein?“ geklärt. Durch das nachfolgende Muster erhalten Sie einen Eindruck, wie sich die Informationen in einem Dokument zusammenfügen. Dabei dient die Vorlage nur zur Veranschaulichung.

Ausfertigung

Wappen

Amtsgericht Musterstadt
Gemeinschaftlicher Erbschein

Geschäftszeichen: xxxxxx

Datum: xx.xx.xxxx

Die am [Geburtsdatum] in [Geburtsort] geborene,
zuletzt in [Wohnort] wohnhaft gewesene

[Vollständiger Name ggf. Mädchenname]

ist am [Sterbedatum] in [Sterbeort] verstorben und beerbt worden von

  1. ihrer Tochter
    [Vollständiger Name des ersten Erben],
    geboren am [Geburtsdatum],
    [Anschrift],
  2. zu ½ des Nachlasses,
  3. ihrem Sohn
    [Vollständiger Name des ersten Erben],
    geboren am [Geburtsdatum],
    [Anschrift],
  4. zu ½ des Nachlasses,

    [Rechtspfleger]

    Vorstehende Ausfertigung stimmt mit der Urschrift überein.

    Musterstadt, [Ausstellungsdatum]

    Unterschrift
    Justizangestellter

Erbschein erhalten – Wie geht es weiter?

Möchten Sie eine geerbte Immobilie verkaufen, ist meist ein Erbschein erforderlich.

Möchten Sie eine geerbte Immobilie verkaufen, ist meist ein Erbschein erforderlich.

Durch den Erbschein sind Sie gemäß BGB dazu berechtigt, Rechtsgeschäfte mit dem Nachlass vorzunehmen. Dies beinhaltet unter anderem die Auszahlung von Konten des Verstorbenen oder auch die Auflösung dieser.

Darüber hinaus ermöglicht dieser Erbnachweis die Kündigung von Krediten, die Einforderung bestehender Schulden, die Ablösung sonstiger Verbindlichkeiten ebenso wie die Beantragung einer Berichtigung im Grundbuch.

Existieren allerdings Miterben, gilt Vorsicht, denn Sie dürfen über den Nachlass nur entsprechend Ihres Anteils verfügen. Wie hoch dieser ausfällt, ist auf dem Erbschein vermerkt. Bevor Sie Gegenstände veräußern, sollten Sie zudem prüfen, ob diese nicht testamentarisch einem anderen Mitglied der Erbengemeinschaft zugedacht sind.

Falschen Erbschein erhalten – Was nun?

Für einen falschen bzw. unrichtigen Erbschein existieren hauptsächlich zwei Ursachen. Zum einen können falsche Angaben, die vorsätzlich bei der Beantragung des Erbscheins getätigt wurden, dazu führen. Zum anderen besteht aber auch die Möglichkeit, dass neue Informationen es nach sich ziehen, dass ein bestehender Erbschein sich als falsch herausstellt.

Ein falscher Erbschein kann bei Vorsatz zu einer Haftstrafe führen.

Ein falscher Erbschein kann bei Vorsatz zu einer Haftstrafe führen.

Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn nach der Beantragung oder Ausstellung des Erbscheins ein (aktuelleres) Testament gefunden wird, durch das eine andere Person als Alleinerbe benannt wird oder andere weitere Miterben bedacht werden.

Aufgrund einer solchen Entwicklung gilt der bestehende Erbschein als inhaltlich falsch und wird deshalb unverzüglich vom Gericht eingezogen bzw. ist von den vermeintlichen Erben dort abzugeben.

Beruht ein falscher Erbschein tatsächlich auf der Annahme falscher Tatsachen und nicht auf Vorsatz, werden die fälschlicherweise als Erben benannten Personen durch § 2365 BGB geschützt:

Es wird vermutet, dass demjenigen, welcher in dem Erbschein als Erbe bezeichnet ist, das in dem Erbschein angegebene Erbrecht zustehe und dass er nicht durch andere als die angegebenen Anordnungen beschränkt sei.

Darüber hinaus werden auch Dritte abgesichert, die aufgrund von einem Erbschein Geschäfte mit dem vermeintlichen Erben getätigt haben, indem sie beispielsweise ein Auto aus dem Nachlass kauften. So kann der tatsächliche Erbe dieses nicht zurückverlangen.

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40 thoughts on “Erbschein: Wann ist der Nachweis für Erben notwendig?

  1. Mia

    Prima, dass es solche guten Artikel gibt, da weiß ich doch gleich Bescheid, dass der Weg in der Regel zum Rechtsanwalt oder Notar führt. Ich möchte später keinen Ärger haben weil etwas nicht rechtsmäßig war. Einer Bekannten ist das durch einen Streit in der Familie bereits passiert.

    Reply
  2. Erbe

    ich habe erst Anfang 2018 Kenntnis über einen Erbschein erhalten, der 1992 von einem Amtsgericht ausgestellt wurde und in dem die Tante meiner Frau gemeinsam mit zwei weiteren Personen als Erben genannt wird. Die Tante verstarb 1994, meine Frau und drei Cousinen waren ihre Erben. Es war nur geringes Vermögen vorhanden. Aus den Unterlagen der Tante ist keine Auszahlung eines Erbes ersichtlich. Ich habe nunmehr Kontakt zu einem weiteren Erben aus dem o.a. Erbschein aufgenommen. Er bestätigte mir, niemals ein Erbe aus diesem Erbschein erhalten zu haben. Auch kannte er die dritte Erbin, die bereits verstorben ist.
    Das ausstellende Amtsgericht gewährte mir vor zwei Monaten Akteneindicht, teilte mir aber diese Woche mit, daß die Akten auf dem Postweg verloren gegangen wäre. Ich würde gerne wissen, wie ich hier weiter vorgehen kann, um zu klären, ob ich hier Erbansprüche aus der Erbfolge Tante meiner Frau-meine Frau-meine Person anmelden kann. Kann es sein, daß der Fiskus damals zwei ermittelte Erben nicht ausbezahlt/informiert hat?
    Bin für jeden Rat dankbar.

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Erbe,

      bitte wenden Sie sich für eine rechtliche Beratung an einen Anwalt. Wir dürfen auf diesem Wege keine Rechtsberatung erteilen.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  3. Thomas

    Meine Großmutter ist verstorben und hat ein handschriftliches Testament hinterlassen. Meine Oma hatte 2 Töchter, eine davon war meine Mutter (die aber bereits verstorben ist.

    Lt. dem Testament soll meine “Tante” die Immobilie erben und mein Bruder und ich das Guthaben (Bargeld und Bankkonten).

    Falls die Bank auf einen Erbschein verzichten würde, bräuchten mein Bruder und ich ja keinen. Kann meine Tante dann w. der Immobilie einen “separaten” Erbeschein beantragen und somit die Kosten auch alleine tragen?

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Thomas,

      in der Regel müssen nicht alle Beteiligten in einer Erbengemeinschaft automatisch einen Erbschein beantragen, wenn dieser nicht in jedem Fall benötigt wird.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  4. Beate

    Hallo,
    meine Mutter ist kürzlich, 10 Jahre nach meinem Vater, verstorben.
    Es liegt ein handschriftliches gemeinsames Testament vor.
    Dieses wurde 2007 eröffnet und registriert. Dieses Testament ist jedoch nicht mit einem Datum versehen – ist es dann überhaupt gültig?
    In dem Testament sind die Grundstücke (verpachtete Ackerflächen) den Erben (meinem Bruder und mir) eindeutig zugeordnet. Ist trotzdem ein Erbschein notwendig, wenn diese nicht veräußert werden sollen und nur umgeschrieben werden müssten?
    Müssen diese zwingend umgeschrieben werden?
    Wer ermittelt den Wert der Grundstücke?
    Wahrscheinlich sind das zu viele Frage, ich würde mich über kurze Hinweise jedoch sehr freuen – vielen Dank im Voraus
    Beate

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Beate,

      wir dürfen an dieser Stelle keine Rechtsberatung erteilen, sondern nur allgemeine Informationen zur Verfügung stellen, deshalb nur so viel: Nicht eingehaltene Formvorschriften bei einem Testament können zu dessen Unwirksamkeit führen. In diesem Falle käme die gesetzliche Erbfolge zum Tragen.

      Bitte wenden Sie sich mit den Fragen zu Ihrem speziellen Sonderfall an einen Anwalt für Erbrecht. Dieser kann Sie ausführlich in der Sache beraten.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  5. Harry

    Hallo,
    werden einmal ausgestellte Erbscheine (bspw. aus den 60/70/80er Jahren des letzten Jahrhunderts) archiviert und wenn ja wo?
    Es gibt in unserem Fall ein kleines Waldgrundstück, das von 3 Geschwistern in den 1960er Jahren geerbt wurde. Geschwister/Erben sind schon lange tot, selbst Erbeserben teilweise. Jetzt ist die Frage, wie ich als Sohn einer Erbeserben aus einer weitläufigen Erbengemeinsachft hier ggf. eine Klärung über die Erbscheine initiieren kann.
    Hoffe auf weiterführende Tipps.
    Harry

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Harry,

      für Erbscheine u. a. Nachweise besteht bei den Nachlassgerichten mitunter eine Aufbewahrungsfrist von 100 Jahren.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  6. Yvonne

    Guten Tag, ich bin die einzige Tochter meines verstorbenen Vaters, meine Mutter verstarb bereits 2014. Ich besitze eine Vorsorgevollmacht gegenüber meinem Vater und auch eine Vollmacht für sein Konto! Benötige ich trotzdem einen Erbschein? Ein Testament ist nicht vorhanden! Mein Vater hat aus erster Ehe noch zwei Söhne, zu diesen besteht seit 30 Jahren kein Kontakt!
    Muss ich die beiden ausfindig machen und über den Tod des Vaters informieren? Ein bisschen Geld wurde durch meinen Vater hinterlassen, Immobilien besaß er nicht! Danke vorab für Ihre Antwort!

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Yvonne,

      in der Regel bedarf es bei Alleinerben, die im Besitz entsprechender Vollmachten sind keinen zusätzlichen Erbschein. Im Einzelfall können Banken entsprechende Nachweise jedoch dennoch verlangen. Die Ausfindigmachung von Erben übernimmt in der Regel das zuständige Nachlassgericht.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  7. Roswitha

    Hallo liebes familienrecht Team,
    mein Vater ist gestern verstorben, meine Mutter vor drei Jahren. Hatten ein Berliner Testament gemacht. Habe noch einen Bruder, der aber auf sein Erbe verzichtet. Bin ich jetzt alleiniger Erbe? Brauche ich einen Erbschein für die Bank, da ich ohnehin schon immer eine Kontovollmacht für die Konten meiner verstorbenen Eltern hatte und noch habe? Mein Bruder hat KEINE Kontovollmacht. Mein Mann hat ebenfalls eine Kontovollmacht über die Konten bis über den Tod hinaus. Für eine Auskunft bin ich Ihnen sehr dankbar.
    Mit freundlichem Gruß

    Roswitha

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Roswitha,

      sofern keine weiteren Erbberechtigten vorhanden sind, ist der übrigbleibende Verwandte Alleinerbe. Ein Erbschein ist nicht in jedem Fall erforderlich. Wenden Sie sich für die Bewertung an die Bank und ggf. einen Anwalt.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
      1. Michael

        Liebes Familienrecht team,
        vielen Dank für die schnelle Antwort.

        Reply
  8. Andrea

    Guten Abend,
    meine Mutti hat von einem Nachlassgericht ein Schreiben erhalten, in dem Sie gebeten wird der Ausstellung eines Erbscheines zuzustimmen. Es hat uns sehr verwundert, da die Erblasserin lt. dem Schreiben bereits 1966 verstorben ist. In dem Schreiben sind 3 Personen mit je 1/4 Anscpruch genannte , die bereits verstorben sind. Einer dieser Personen war der Vater meiner Mutter. Es ist ein 4. Name gelistet , der meiner Mutter nicht bekannt ist. Welche Möglichkeit haben wir heraus zu finden, wer diese Person ist bzw. was es bei dieser Erbangelegenheit geht. ir sind etwas ratlos.

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Andrea,

      entsprechende Hinweise kann ggf. das zuständige Nachlassgericht geben.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  9. Maria

    Hallo. Meine Mutter ist vor 3 Jahren gestorben und mein Vater in diesem Jahr. Sie waren beide im Grundbuch eingetragen. Wir haben es versäumt eine Berichtigung vorzunehmen. Nun benötigten wir zwei Erbscheine um das Haus veräußern zu können. Über das Barvermögen habe ich eine Vollmacht über den Tod hinaus. Wir haben daher nur den geschätzten Wertnachlass des Hauses angegeben. Danach werden ja nun die Kosten beider Erbscheine berechnet. Hat das einen Nachteil, da wir das Barvermögen nicht angegeben haben? Wir sind uns jetzt unsicher. Hätten meine Eltern kein Haus, dann wäre ein Erbschein ja gar nicht notwendig gewesen. Für eine schnelle Rückmeldung wäre ich sehr dankbar.

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Maria,

      wir können an dieser Stelle keine rechtliche Einschätzung zu Ihrem Sonderfall abgeben, da wir hier keine Rechtsberatung erteilen dürfen. Wenden Sie sich im Zweifel an einen anwalt, wenn Sie erhebliche Nachteile befürchten.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  10. Ilona

    Hallo,

    mein Bruder ist vor zwei Monaten verstorben. Er hat kein Testament oder aehnliches hinterlassen. Ich bin die alleinige Erbin (Er hatte keine Frau oder Kinder). Leider hatten wir jahrelang keinen Kontakt und deshalb kenne ich seine Vermoegensverhaeltnisse nicht (jedoch ist nicht von Schulden auszugehen, da er durch einen Grundstuecksverkauf vor ein paar Jahren Geld bekommen hat).
    Ich hatte keine Kenntnis von der “6 Wochen Frist” und habe somit automatisch das Erbe angenommen.
    Meine Frage: Ist es sinnvoll mit einem Anwalt Kontakt aufzunehmen BEVOR ich den Erbschein beantrage (den ich ja benoetige um einen Ueberblick uber seine Vermoegensverhaeltnisse zu erlangen) um eventuell leichter Moeglichkeiten wie Nachlassverwalter oder Nachlassinsolvenzverfahren im Falle von Ueberschuldung warzunehmen?
    Oder sollte ich den Erbschein einfach beantragen und erst IM FALLE einer Ueberschuldung einen Anwalt kontaktieren um dann einen Nachlassverwalter oder ein Nachlassinsolvenzverfahren einzuleiten?

    Vielen Dank, Ilona

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Ilona,

      der Rat eines Anwaltes ist in Erbangelegenheiten bei möglichen Problemen stets zu empfehlen. In der Regel wird das Nachlassgericht jedoch den Wert des Nachlasses ermitteln, da hieran auch die Kosten für einen Erbschein gebunden sind.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  11. Bernd

    Hallo,ich weiß nicht was ich machen soll.Unsere Eltern sind beide verstorben.mein Bruder hat die Konto-vollmacht usw..Wir sind zwei Geschwister und ich möchte einen Erbschein,da ich kein richtiges Vertrauen habe,nach einigen unschönen Vorfällen.Ist ein Erbschein empfehlenswert oder kann man den anderen trotzdem über den Tisch ziehen?
    Vielen Dank,Bernd.

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Bernd,

      der Erbschein dient lediglich gegenüber Dritten als Nachweis über die Erbberechtigung. Es handelt sich nicht um einen Titel, der sich gegenüber anderen Erben durchsetzen ließe. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, um prüfen zu lassen, welche Punkte Sie bei der Erbauseinandersetzung beachten sollten.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  12. M.

    Meine Mutter ist vor einem halben Jahr gestorben. Jetzt war ich bei der Sparkasse und wollte ihr Konto auflösen. Obwohl ich bei der Sparkasse mit eingetragen bin ,, bis über den Tod hinaus ,, verlangt die Sparkasse von mir einen Erbschein. Ist das rechtens ?

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo,

      in der Regel ist bei vorliegender Vollmacht ein Erbschein nicht in jedem Fall zusätzlich nötig. Wenden Sie sich zur genauen Klärung bitte an die Sparkasse.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  13. Bernd

    Hallo hier ist nochmal Bernd.Wie oben bereits geschrieben besitzt mein Bruder “leider ” die Vollmachten.Ich hatte bei der Beerdigung von unseren Eltern kein Einfluss auf den Ablauf,da mein Bruder vorher schon alles geregelt hatte.Jetzt sind wir am streiten über die Beschriftung am Grabstein.Mein Vater ist vor meiner Mutti gestorben und sein Name steht in goldener Schrift darauf.Jetzt soll der Name meiner Mutti in weißer Schrift drauf.Dadurch muss der Schriftzug vom Vater in weiß umgeändert werden.Mein Bruder meint,es ist ihm zu teuer und er findet es schöner.Ich bestehe aber auf Gold.Geld ist vorhanden.Was nun?Vielen Dank, Bernd.

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Bernd,

      zu familiären Streitigkeiten können wir an dieser Stelle nichts sagen. Versuchen Sie, eine einvernehmliche Einigung oder einen Kompromiss zu finden.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  14. Heidi

    Sehr geehrtes Team,
    meine Mutter ist kürzlich verstorben. Sie hat meines Wissens kein Testament hinterlassen, zumindest keins, das mir vorliegt.
    Sie wollte immer, das meine Schwester und ich zu gleichen Teilen erben, allerdings ist einiges etwas undurchsichtig. Die Hinterlassenschaft ist übersichtlich, alleinig auf einem Konto befindet sich ein nicht allzu großer Betrag. Für das Konto habe ich seit 2006 Vollmacht, meine Schwester erst seit wenigen Jahren. Sie hatte mit meiner Mutter auch eine Vollmacht für alles weitere vereinbart, das war durchaus erleichternd bei der zum Schluss aufgetretenen starken Demenz. Der Kontakt zur Schwester ist angespannt, sie lebt in Deutschland, ich schon sehr lange im Ausland. Dennoch versuchen wir derzeit alles im Guten zu regeln.
    Meine Frage, wenn wir geschlossen, ausser uns existiert kein weiterer Verwandter mehr, dem persönlich bekannten Bankstellenleiter mitteilen, das er das Konto hälftig aufteilt. Ist, wäre dann ein Erbschein notwendig?
    Ist das von seinem Goodwill abhängig?
    Besten Dank im Voraus für Ihre Antwort,
    Heidi

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Heidi,

      nicht in jedem Fall ist die Vorlage eines Erbscheins erforderlich, selbst wenn die meisten Banken entsprechende Sicherheiten verlangen. Eine Vollmacht kann vereinzelt einen Erbschein ersetzen. Bitte wenden Sie sich für eine Klärung an die Bank sowie ggf. einen Anwalt.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  15. Max

    Guten Tag,
    mein Vater hinterlässt 4 Kindern mehrere Immobilien. Es gibt kein Testament, aber eines der Kinder hat eine Generalvollmacht, die auch in vermögensrechtlichen Dingen und über den Tod hinaus gilt.
    Gesetzt den Fall, alle Kinder sind sich einig – wird trotzdem ein Erbschein nötig sein?
    Danke im voraus
    Gruß
    Max

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Max,

      im Rahmen einer Grundbuchumtragung ist häufig ein Erbschein erforderlich. Wenden Sie sich bitte an den zuständigen Notar, um sich über die notwendigen Unterlagen in Kenntnis setzen zu lassen.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  16. Hacker

    Guten Tag,
    unsere Mutter war schwer demenzkrank und war 10 Monate im Pflegeheim. Unsere Schwester hatte die Vorsorgevollmacht. Mit dieser Vollmacht waren wir berechtigt das Elternhaus zu verkaufen. Dieses wurde verkauft, was auch notariell erledigt war.( Der Verkaufsbetrag war und ist noch nicht überwiesen)
    In der Zeit wo das Gericht den Verkauf genehmigt hatte ist unsere Mutter verstorben.
    Das heißt, jetzt sind wir (3 Schwestern) die Erben. Muss jetzt der bereits notarielle Verkauf des Hauses umgeschrieben bzw. neu aufgesetzt werden. Brauchen wir einen Erbschein obwohl wir drei Schwestern uns einig sind.

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo,

      bitte wenden Sie sich für eine Rechtsberatung an einen Anwalt. An dieser Stelle ist eine solche nicht möglich.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  17. Mausi

    Meine mama ist kürzlich verstorben…es gibt ein Testament allerdings wissen wir nicht genau was dri steht.
    Wir sind 4 geschwister,Mein Stiefvater sagt nicht was drin steht.
    Wann muss der Testamentsinhalt bekannt gegeben sein?
    Kann mein Stiefvater das Testament nochmal ändern?
    Vielen Dank für die Antwort
    Mausi

    Reply
    1. familienrecht.net

      Hallo Mausi,

      alle Erbberechtigten werden in der Regel vom zuständigen Nachlassgericht über die Testamentsinhalte informiert, sobald dieses eröffnet wurde.

      Ihr familienrecht.net-Team

      Reply
  18. Heike

    familienrecht .net

    Hallo
    Ein Onkel ist verstorben im Krankenhaus
    seine Frau ist Demenz und in ein Pflegeheim untergebracht
    Die Schwester der Ehefrau möchte jetzt herausfinden ob der verstorbene Schwager alles geregelt hat und wie es weiter geht mit mit dem Nachlass von Immobilien

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  19. Tanja

    Hallo ich habe eine Frage meine Mutter hat bei Amazon ein Konto das ich auflösen wollte ich habe dort den Totenschein hingeschielt jetzt wollen die. Aber auch noch einen Erbschein den wir bisher nicht benötigt haben können die auf einen erbschein bestehen? Das ist ja immer mit kosten verbunden .

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    1. familienrecht.net

      Hallo Tanja,

      bitte wenden Sie sich zur Klärung an das zuständige Unternehmen sowie ggf. einen Anwalt.

      Ihr familienrecht.net-Team

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  20. Daniel

    Hallo Familienrechtteam,

    meine Großmutter zu der ich schon Jahre keinen Kontakt hatte ist vor kurzer Zeit gestorben. Mein Vater (der Sohn) meiner Großmutter sowie der Ehemann sind ebenfalls vor Jahren schon gestorben. Nun sind laut Erbfolge mein Bruder und ich die einzigen Erben. Da wir nicht auf Kosten sitzenbleiben wollen aber auch auf Teile des Erbes nicht verzichten wollen (private Dinge wie Fotos, Filme, etc) müssen wir das Erbe antreten. Nun wir haben keine Vollmachten oder ähnliches, müssen aber die Wohnung, Verischerungen und alles andere kündigen. Wie komme ich an Informationen und darf ich nur mit einer Sterbeurkunde Informationen einholen bzw. Kündigungen gegenüber dritten aussprechen?

    Vielen Dank

    Daniel

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  21. Gabi

    Hallo,
    im Januar d. J. ist mein Vater gestorben. Er hat mich im Testament als Alleinerbin genannt. Ich habe das Testament an das Nachlassgericht weitergegeben. Ich bin das einzige Kind, Enkelkinder oder Geschwister meines Vaters gibt es nicht. Im Oktober hab ich vom Nachlassgericht div. Unterlagen bekommen, u. a. zur Beantragung des Erbscheins, den ich zurück geschickt habe ohne zu wissen, der der Erbschein so wahnsinnig teuer ist. Heute erhielt ich einen Anruf des NLG mit der Aufforderung einen Termin zur Erstellung des Erbscheins persönlich beim NLG zu vereinbaren. Meine Mutter lebt noch, ist aber seit Jahren schwer krank (u. a. schwere Demenz, Pflegegrad 5 und GdB 100). Ich habe im Moment keine Möglichkeit den Erbschein zu bezahlen, da ich selbst schwerbehinderte Frührentnerin bin. MUSS ich jetzt schon einen Erbschein ausstellen lassen oder kann ich warten, bis meine Mutter stirbt, weil ich dann das Haus verkaufen muss? Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

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