Kinderschutz im Internet: Sicher unterwegs im World Wide Web

Kurz und knapp

  1. Im Internet soll der Kinderschutz den Zugang zu nicht altersgerechten Informationen und Seiten verwehren.
  2. Dabei kann es sich unter anderem um pornografische, gewaltverherrlichende oder anderwärtig unpassende Inhalte handeln.
  3. Neben der Aufklärung der Kinder können auch spezielle Programme oder Einstellungen am PC zum Kinderschutz beitragen.
Wie ist der Kinderschutz beim Surfen im Internet zu gewährleisten? Unser Ratgeber gibt wertvolle Tipps.

Wie ist der Kinderschutz beim Surfen im Internet zu gewährleisten? Unser Ratgeber gibt wertvolle Tipps.

Im Alltag versuchen wir unsere Kinder so gut es geht vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Viel zu oft vergessene wir dabei allerdings, dass selbst die kleinsten Kinderhände im Internet schnell auf Informationen und Seiten stoßen können, die nicht altersentsprechend sind. Hier sind die Eltern und Erziehungsberechtigten gefragt, den Kinderschutz im Internet zu gewährleisten.

Warum benötigen Kinder im Internet Schutz?

Sicher surfen: Wie ist Kinderschutz im Netz möglich?

Sicher surfen: Wie ist Kinderschutz im Netz möglich?

Das Internet beeinflusst unser Leben auf vielfältige Weise: Wir rufen Wettervorhersagen ab, tauschen uns mit Freunden in sozialen Netzwerken aus oder schauen uns wo und wann wir wollen Filme an. Allerdings umfasst das Internet auch eine Vielzahl von Inhalten, die für Kinder ungeeignet sind, weil sie zum Beispiel Angst hervorrufen oder die Entwicklung nachteilig beeinflussen.

Dabei erstreckt sich der Kinderschutz im Internet grundsätzlich nicht nur auf pornografische Inhalte oder extreme Gewaltdarstellungen. Denn auch die Meldungen zu schweren Unfällen oder die Berichterstattung aus Kriegs- und Krisengebieten können das Kindeswohl gefährden.

Klären Sie Ihr Kind daher über die Risiken im Internet auf. Wichtig sind dabei unter anderem die Themen Datenschutz, Cyber-Mobbing, Hasskommentare und illegale Downloads.

Kinderschutz: Mit Computer, Smartphone und Tablet das Internet sicher erkunden

Durch entsprechende Einstellungen lässt sich Kinderschutz bereits beim Browser verbessern.

Durch entsprechende Einstellungen lässt sich Kinderschutz bereits beim Browser verbessern.

Für den Kinderschutz im Internet sind in erster Linie die Eltern und Erziehungsberechtigten verantwortlich. Dabei fängt der Kinderschutz bereits beim PC und den gewählten Grundeinstellungen an. So ist es zum Beispiel sinnvoll, für Kinder ein eigenes Benutzerkonto mit begrenzten Zugriffsrechten und einen passwortgeschützten Account für die Eltern einzurichten. Dadurch können die Eltern auch weiterhin auf alle Funktionen und Inhalte zugreifen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Einstellungen im Browser für den Kinderschutz anzupassen. Stellen Sie zum Beispiel als Standardsuchmaschine spezielle Kindersuchmaschinen wie fragfinn.de oder blinde-kuh.de ein. Auch für die Nutzung von Smartphones empfiehlt sich die Installation spezieller Apps, welche die Kindersicherheit im Internet erhöhen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Daher empfiehlt es sich, dem Nachwuchs hin und wieder beim Surfen im Internet über die Schulter zu schauen. Prüfen Sie dabei auch, ob die Einstellungen zum Kinderschutz im Internet noch aktiviert sind. Denn clevere Kinder finden auch Mittel und Wege, um mögliche Einschränkungen zu umgehen.

Auch die sozialen Medien – wie Facebook – spielen beim Kinderschutz eine wichtige Rolle. Grundsätzlich schreiben die Nutzungsbedingungen meist ein Mindestalter vor, welches es zu beachten gilt. Bei Facebook liegt dieses zum Beispiel bei 13 Jahren.

Sorgt Kinderschutzsoftware für ein kindersicheres Internet?

Mit einem Kinderschutzprogramm sind im Internet nur noch ausgewählte Seiten erreichbar.

Mit einem Kinderschutzprogramm sind im Internet nur noch ausgewählte Seiten erreichbar.

Es gibt verschiedenste Wege, die Kindersicherheit im Internet zu gewährleisten bzw. zu verbessern. Dabei ist eine ständige Überwachung der Kinder und Jugendlichen in der Regel wenig zielführend. Vielmehr sollten Eltern ihren Nachwuchs umfassend über die Risiken und auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Reise im World Wide Web aufklären. Als Unterstützung kann zudem spezielle Software für den Kinderschutz im Internet dienen.

Mit Hilfe von Kinder- oder Jugendschutzsoftware erhalten Kinder nur noch Zugriff auf Internetseiten, die ihrem Alter entsprechen. Solch ein Kinderschutzfilter im Internet kann dabei auf zwei Grundprinzipien basieren: Whitelist und Blacklist.

Baut der Kinderschutz im Internet auf dem Whitelistprinzip auf, werden beim Surfen Webseiten angezeigt, die von Medienpädagogen geprüft und als unbedenklich eingestuft wurden. Alle anderen Internetauftritte sind hingegen gesperrt. Dem entgegen steht das Blacklistprinzip, bei dem technische Kinderschutzfilter im Internet ungeeignete Inhalte sperren. Häufig ermöglichen die Kinderschutzprogramme die Nutzung beider Prinzipien, sodass die Eltern entscheiden können, welches Prinzip Anwendung findet.

Wichtig! Die Programme zum Kinderschutz im Internet arbeiten nicht immer zuverlässig. So kann es sein, dass eigentlich unbedenkliche Seiten herausgefiltert werden und problematische Inhalte zugänglich sind.
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