Die Scheidung und deren Dauer: Der Zeitraum kann variieren

Kurz und knapp

  1. Eine Scheidung bezüglich der Dauer pauschal vorauszusagen ist nicht möglich, da die Bedingungen des Einzelfalls ausschlaggebend sind.
  2. Ob es sich um einen einvernehmlichen oder streitigen Fall handelt, beeinflusst die Scheidung und deren Dauer.
  3. Im Normalfall dauert die Scheidung zwischen vier und sechs Monaten. Das Verfahren kann aber auch ein Jahr oder länger dauern.
Wie lange Dauert eine Scheidung? Wie viel Zeit vergeht bis der Scheidungstermin steht, variiert je nach Fall.

Wie lange Dauert eine Scheidung? Wie viel Zeit vergeht bis der Scheidungstermin steht, variiert je nach Fall.

Über welchen Zeitraum sich ein Scheidungsverfahren im Einzelfall erstreckt, hängt von den jeweiligen Bedingungen ab. Die Frage, ob eine Scheidung bezüglich der Dauer immer gleich ausfällt, lässt sich somit mit “Nein” beantworten. Ein entscheidender Faktor ist in diesem Zusammenhang auf jeden Fall, ob es sich um eine einvernehmliche oder streitige Scheidung handelt.

Die Scheidung: Wie lange dauert das Verfahren insgesamt?

Die Scheidungsdauer variiert je nach Umständen. Pauschale Vorhersagen sind nicht möglich.

Die Scheidungsdauer variiert je nach Umständen. Pauschale Vorhersagen sind nicht möglich.

Viele Betroffene die sich scheiden lassen wollen stehen vor der Frage: Wie lange dauert eine Scheidung überhaupt? Bei einer Scheidung ist die Dauer in der Regel wesentlich geringer, wenn es sich um einen einvernehmlichen Fall handelt.

Mit einvernehmlich ist in diesem Zusammenhang gemeint, dass sich die Ehegatten im Hinblick auf die Scheidung generell einig sind.

Wenn keine Streitigkeiten im Raum stehen, kann das die Scheidungsdauer bzw. das Verfahren beschleunigen.

Sind sich die Eheleute einig und es muss ein Versorgungsausgleich durchgeführt werden, dann beläuft sich die Dauer der Scheidung im Regelfall auf etwa vier bis sechs Monate. Falls kein Versorgungsausgleich vorgenommen werden muss, kann der gesamte Prozess etwa zischen einem und drei Monaten kürzer ausfallen.

Welche Faktoren verkürzen die Dauer der Scheidung?

Bei der Scheidung verkürzt sich die Dauer, wenn das Verfahren online abgewickelt wird.

Bei der Scheidung verkürzt sich die Dauer, wenn das Verfahren online abgewickelt wird.

Es gibt unterschiedliche Optionen, den Scheidungsprozess zu beschleunigen und dadurch die Scheidung und deren Dauer zu verkürzen. Die Möglichkeit der Durchführung einer Online-Scheidung besteht zwar nicht, aber die Kommunikation mit dem Anwalt ist bei einer einvernehmlichen Scheidung zum Teil online möglich.

Die Ehepartner müssen zwar letztlich persönlich vor dem Familiengericht erscheinen, aber die Zusammenarbeit mit dem Scheidungsanwalt gestaltet sich bequemer und geht schneller über die Bühne, wenn per Mail kommuniziert werden kann.

Außerdem kann die Dauer der Scheidung verkürzt werden, indem die voraussichtlichen Gerichtskosten direkt dem Scheidungsantrag beigefügt werden. Gerichte nehmen ihre Arbeit nämlich erst dann auf, wenn sie die Vorschusszahlung erhalten haben.

Daher empfiehlt es sich hier nicht darauf zu warten, bis vom Gericht eine Zahlungsaufforderung ausgeht, sondern selbst frühzeitig aktiv zu werden.

Wodurch kann sich eine Scheidung hinauszögern?

Bei der Scheidung wird die Dauer durch das Trennungsjahr verzögert.

Bei der Scheidung wird die Dauer durch das Trennungsjahr verzögert.

Unabhängig davon, ob es sich um eine einvernehmliche oder streitige Scheidung handelt, steht den Ehegatten in aller Regel das sogenannte “Trennungsjahr” bevor. Diese Bedenkzeit beträgt im Allgemeinen zwölf Monate.

Nur wenn einer der beiden Partner das Vorliegen eines Härtefalls beweisen kann, ist bei unzumutbarer Härte eine Umgehung des Trennungsjahrs möglich. Drogenabhängigkeit oder Anwendung physischer und psychischer Gewalt können eine Härtescheidung begründen.

Für die Scheidung und deren Dauer spielt es ferner eine nicht unbedeutende Rolle, ob ein Versorgungsausgleich durchgeführt werden muss oder nicht. Das liegt vor allem daran, dass das Familiengericht im Falle eines anstehenden Ausgleichs erst die benötigten Informationen bei den jeweiligen Versicherungen der Ehegatten einholen muss, wodurch sich die Scheidung bzw. die Dauer des Scheidungsverfahrens in die Länge zieht.

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